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BeitragVerfasst: Mo 25. Sep 2006, 13:59 
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Witzbold
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find ich cool :shock: am geilsten is jörg xD

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BeitragVerfasst: Mi 4. Okt 2006, 14:10 
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Spaßbombe
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so bin zurück aus dem urlaub. wird auch in den nächsten tagen eine neue geschichte geben.

für meine rechtschredings muss ich mich öfters (*g*) mal rechtfertigen, die ist im allgemeinen furchtbar und wird auch nicht besser. ich klopp zwar längere texte immer in die rechtschreibkorrektur, aber die ist irgendwie resistent gegen das was ich so verbock...
naja vielleicht find ich ja jemanden, der es für mich ausbessert.. (PN?)

zur inspiration:
einige dinge stammen aus den grundlagen von tatsächlichen ereignissen, der rest ist natürliche seltsamkeit und genügend bier...

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BeitragVerfasst: Mi 4. Okt 2006, 15:42 
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Forum-Schutzdrache
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wahrscheinlich hast du irgendwann einmal bei deinen fehlern immer wieder zum wörterbuch hinzufügen angewählt :wink:

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BeitragVerfasst: Do 5. Okt 2006, 01:44 
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Clown
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manchmal ergeben falschgeschriebene Woeter auch einen Sinn, vorallem, wenn es Englisch ist. Da hilft meist nur Korrekturlesen lassen...

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BeitragVerfasst: Do 5. Okt 2006, 20:13 
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Spaßbombe
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Wie versprochen gibt es eine neue Geschichte. Wer einen Fehler findet darf ihn behalten, und wer sich über die Rechtschriebung aufregt soll sich zum zukünftigen Korrekturlesen bereit erklären.

ansonsten freu ich mich über die kommentare, und bedanke mich bei allen lesern, und bei meiner Mutter...


Ein PC braucht Rettung

Es klopft.
So wie es aussieht war ich in der letzten Zeit zu nett. Auf jeden Fall trauen sich definitiv zu viele Leute bei mir zu klopfen. Da ich unmöglich gezielte Gegenmaßnahmen einleiten kann ohne zu wissen wer da steht, öffne ich notgedrungen die Tür.
Draußen steht Michael. „Könntest du..“
Ich schlage die Tür zu. Wenn Michael irgendetwas von mir will, dann weil er mit seinem Rechner nicht klar kommt. Was drei einfache Gründe hat.
Erstens kümmere ich mich um unser kleines Netzwerk, welches dafür sorgt, dass zehn Menschen die Weiten des Internets über einen DSL-Anschluss genießen können. Zweitens, bin ich der einzige hier der einen Laptop von einem Waffeleisen unterscheiden kann. Und drittens, ist er ein kompletter Technikdepp.
Leider hat er nicht nur keinerlei Verstand für die Schönheiten der modernen Errungenschaften, nein er ist auch hartnäckig.

Es klopft.
Ich öffne die Tür, um sie Michael ein weiteres mal vor der Nase zu zuschlagen. Mal sehen wie lange ich dieses Spiel fortsetzen kann.
Schließlich bringt er tatsächlich einen Fuß in die Tür.
„Sag mal!.. AAHHHRRGG“ beginnt er, und endet in einem Schrei als ich seinen Fuß in der Tür einklemme.
„Oh, hab dich nicht gesehen“, unterbreche ich sein Geschrei.
„Acht mal?!“ Regt er sich auf. Auf einem Bein hüpfend sieht er irgendwie niedlich aus. Etwa so niedlich wie eine überfahrende Katze.
„Ja, scheint so.“ Er glotzt mich verständnislos an. Vielleicht sollte ich seine Ähnlichkeit mit der überfahrenden Katze erhöhen. Aber da ich heute meinen sozialen Tag habe frage ich was er will.

„Ja, ich hab da einen neuen Komputer und möchte mit dem ins Internet.“ Mann kann das K in Computer bei ihm tatsächlich hören. Aus reiner Vorsicht frage ich ihn was er sich hat andrehen lassen.
„Oh ich hab mich extra schlau gemacht.“ Er hat also im Kiosk eine PC-Zeitung gesehen.
„Und da hab ich gelesen was gerade Aktuell ist und hab das Neueste und Beste gekauft. Dual Core 2Gigaherz Arbeitsspeicher und ne extrem teure Grafikdings.“ Wow, er hat fast drei Fachwörter benutzt. Aber immerhin hat er meine Neugier soweit geweckt, dass ich wissen will was er da wirklich hat.
Ein kurzer Blick in seine Systemeinstellungen löst meinen internen Panikbutton aus.

Hier muss ein PC gerettet werden. Ich sitze vor einem Computer der die wohl besten und teuersten Komponenten beherbergt die gerade für Geld zu kaufen sind. Und dieser wird den Rest seinen Lebens damit fristen Internet Explorer und MS-Word auszuführen. Glaubt mir ich weiß, dass es so ist. Ich weiß was Michael auf seinem Rechner so macht. Wozu gibt es Trojaner.
Nein dieser PC muss vor einem Leben in ewiger Langeweile gerettet werden. Dieser PC braucht etwas, dass er bei Michael nie bekommen wird, aktuelle Spiele.
Dieser PC muss zu mir.

Während ich ihm erkläre, dass das mit dem Netzwerkanschluss wohl etwas dauern wird. Lasse ich einen Benchmarktest laufen. Welcher wieder meinen Panikbutton auslöst. Diesmal nicht aus dem selbstlosem Grund einen PC retten zu müssen. Diesmal aus dem Gefühl herraus, dass jemand ordentlich Kasse gemacht hat, und dieser jemand nicht ich war. Grund ist, dass der PC Leistungsmerkmale eines altersschwachen Pentium3 hat. Ein Blick ins Bios zeigt mir, dass meine erste Vermutung stimmt, der wahre Inhalt ist nur Dreck. Außerdem zeigt er, dass der Täter keine Ahnung hatte, sonst könnte ich das nicht im Bios nachlesen.
„Sag mal Michael. wieviel Gigahertz hat dein CPU?“
„Öhm..“
„Schau in die Rechnug!“
„Ah da stehts, 3,2“
„Hm wohl eher ein halben?“
„wie?“
„Wieviel Gigabyte Ram?“
„Ähh.. zwei“
„Oder eher einen halben“
„Ich versteh dich nicht..“
„Man hat dich beschissen!“
„...“
„Hier steht was du wirklich hast, der Typ im Laden hat dir alten Mist verkauft.“
Langsam erkläre ich ihm was das Bios ist, und wo da steht welche Komponenten sein PC hat, und das der Verkäufer ihm altertümliche Museumsausstattung statt Rechentechnik verkauft hat. Eigentlich eine geniale Idee, aber nicht mit mir.
„Also da in dem Bios steht, dass ich nur 512Megabyte Ram habe. Aber ist das nicht mehr als 2 Gigabyte?“ Eine kurze Erklärung, eine in der Schreibtischschublade eingeklemmte Hand, und einen langen Schmerzensschrei später, hat auch er den unterschied zwischen Mega und Giga verstanden.
Was aber die Diskussionen um seine Qualitäts Hardware nicht beendet.
„Soll ich aufschrauben und es dir zeigen?“ frage ich schließlich entnervt.
„Nein bloß nicht, dann verlischt die Garantie.“
Tatsächlich kleben über allen Schrauben Garantiesiegel. Gar nicht schlecht eingefädelt, aber an das Bios hätte er denken sollen, Stümper.
„Ok, wir gehen jetzt sofort gemeinsam zu dem Laden in dem du das Ding gekauft hast, und klären das auf.“ Gesagt, getan.

Wenig später stehen wir vor einem Verkäufer mittleren Alters, dem wohl schon jetzt dämmert was ihm gleich widerfahren wird.
„Sie haben ihm diesen Computer verkauft?“ frage ich ihn mit freundlichem Ton.
„Nein“
„Ihr Name steht auf der Rechnung.“
„Ok, dann war ichs wohl doch“ Stümper, unterschreibt auch noch die Rechnung mit seinem eigenen Namen.
„Gut, schrauben sie ihn auf“ er ergibt sich in sein Schicksal.
„Zeigen sie mir die zwei Gigabyte DDR-Ram“ er deutet auf ein Bauteil.
„Sei meinen den der so aus sieht, wie 512Mb SD?“
„Ähm ja, dass ist eine Sicherheitsmaßnahme damit er nicht geklaut wird.“ Netter Versuch aber nicht mit mir.
„So wie der Pentium 3?“
„Das ist ein Pentium D 840 Dual-Core mit 3.20GHz“
„Der nur so aussieht, wie ein P3, ja klar. Und können sie mir die technische Umsetzung erklären? Wo der P3 doch eine ganz andere Größe hat als der Dual Core?“
„Ähm, nein kann ich nicht, weil...“
„Weil es gar nicht geht!!“
„Michael, bitte geh, ich will nicht, dass du das hier mit ansehen musst. Könnte hässlich werden.“
Er geht tatsächlich, zur Sicherheit verdrücke ich mich mit dem Verkäufer in den Lagerraum.

„Ok, wir wissen beide, dass sie ihn beschissen haben, die Frage ist nur, was wir mit diesem Wissen machen“
„Ich geben ihnen natürlich den kompletten bestellten PC.“
„Mit Wasserkühlung“
„Ok, auch das.“
„Gut dann sind wir uns einig, bleibt nur noch die Frage was wir ihm geben“ ich deute zur Tür.
„Wie meinen?“ Der Verkäufer scheint nicht ganz mitbekommen zu haben, was ich ihm sagen will. Also kläre ich das Missverständnis auf.
„Sie meinen doch nicht etwa, dass ER den Rechner bekommen soll?!?“
„Sie meinen, für Sie?“
„Wir wissen beide, dass so ein Gerät an ihm komplett verschenkt währe?“
„Ähm, aber ich kann doch nicht.“
„Den Pentium übertakten und den Ram verdoppeln damit die Krücke etwas schneller läuft. Ihm das Ding wieder geben und mich mit dem versprochenem Schmuckstück ziehen lassen? Ohne dass für sie weiter Konsequenzen entstehen?“
„Ach wenn sie das so sagen“
„Genau, und fälschen sie dieses mal das Bios, damit nicht aus Zufall jemand dahinter kommt.“
„Oh, äh so haben sie?“
„Ja“
„Hm, aber das kann ich nicht“
Er zeigt gute Ansätze versagt aber in der Ausführung.
Für ein paar kleine Zusatzleistungen, die mich wohl über die nächsten Monate bringen werden, verspreche ich ihm das für ihn zu machen. Auch in Zukunft bei ähnlichen Fällen.

Zwei Stunden später sitze ich bei Half-Life 2 auf maximaler Grafik vor meinem ebenfalls neuen 21Zoll TFT-Monitor. Da klopft es.
Ich unterbreche mein Spiel und öffne die Tür. Davor steht Michael, er schiebt sofort einen Fuß in die Tür.
„Ähm, ich wollte mich nur nochmal bedanken“
„Ja, Ehrensache“ Man muss auch mal nett zu jemandem sein.
„Und, wo mein PC jetzt wieder da ist, könntest du das mit dem Internet“
„Ja, klar.“ Ich schlage die Tür zu, schließe ab, und spiele weiter.

Als es wieder klopft, drehe ich den Sound lauter. Das nervige Klopfen verstummt allmählich.
Es sind doch die einfachsten Lösungen die am meisten Spaß machen.

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BeitragVerfasst: Do 5. Okt 2006, 20:20 
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Joker
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LOL Hehe :D :D

Ganz gut


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BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2006, 01:39 
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Clown
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Och, das ist gemein... :wink:

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BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2006, 13:28 
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Joker
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Auf meinen Post oder die Geschichte bezogen??


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BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2006, 23:40 
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Clown
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Auf die Geschichte bezogen, DU bist doch nicht gemein, mein Guter

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BeitragVerfasst: Sa 7. Okt 2006, 11:22 
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Joker
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Gut. Hät ja sein können....


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BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2006, 10:10 
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Moderatorenkatze
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Draußen stehen zwei grüne Männchen und reden in einer mir Unbekannten Sprache wirres Zeug.
Das Schlimme an den Bayrischen Polizisten


*lol* der Übergang ist geil :lol: - voll fies, aber geil :wink:

Ich mag deine Texte wirklich :D

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BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2006, 10:58 
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Scherzbold
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Hab mich dann auch mal dazu motiviert zu lesesn...

Muss sagen gefallen mir sehr gut.. Hatte echt Spaß beim lesen... Mach bloß weiter!!!


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BeitragVerfasst: Sa 14. Okt 2006, 21:33 
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Spaßbombe
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Vielen vielen Dank für die netten Kommentare, ich hoffe es gefällt euch auch weiterhin. Und bedanken kann ich mich wohl am besten mit der nächsten Geschichte. Ich freue mich auch weiterhin auf Lob (und vielleicht auch über Kritik).
viel vergnügen mit:


Nachprüfungstag

Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass ich noch ein Prüfung zu bestehen habe. Da dieses schon der zweite Anlauf ist, ist es wirklich wichtig. Was mich wiederum dazu nötigt mich gewissenhaft vorzubereiten.

Da ich die Nacht nur wenige Stunden geschlafen habe, beginne ich eben diesen Prüfungstag mit einer großen Tasse Kaffee. Das Konzert gestern Abend war aber auch grandios, und nach so einem Konzert kann ich doch nicht die Aftershow-Party verpassen. Also lieber noch einen zweiten Kaffee, hilft auch gegen den Kater.
Wenn ich mich recht erinnere habe ich als Termin 11Uhr in den Kalender des Profs eingetragen, und muss deswegen heute wirklich frühzeitig an der Uni sein.
Auf dem Hinweg kaufe ich noch schnell zwei Kästen Bier, um gerade noch rechtzeitig meine Ausdrücke aus dem Farblaserdrucker zu ziehen.
Pünktlich, fünf Minuten vor Elf, stelle ich die beiden Kästen im Büro der Sekretärin meines Professors ab.
Das die letzte Sekretärin aus unglücklichen Umständen gefeuert wurde hatte wirklich große Vorteile. Schließlich ist ihr Ersatz freundlich, jung, gutaussehend und ledig.
Da ich noch Zeit habe flirte ich ein wenig mit ihr, und klaue rein aus Vorsicht den Bleistiftanspitzer.
„Ah, da sind sie ja endlich.“
Begrüßt mein Prof mich als ER zehn Minuten nach Elf endlich kommt, im Schlepptau den obligatorischen Beisitzer.
„Moin“
„Und was soll das Bier?“ fragt er mit einem blick auf mein Mitbringsel.
„Ist die Frage prüfungsrelevant?“
Er hält es für einen Witz und lacht tatsächlich. Wenn er meint.
„Und ich dachte schon sie wollten mich bestechen! Ha, Ha, Ha..“
„Einen Prüfer bestechen, ich bitte Sie das hab ich doch nicht nötig.“
„Na, das sah mir aber beim ersten Versuch ganz anders aus.“ Aua, der hat gesessen. Aber da er mein Prüfer ist, und es sowieso viel zu früh für Verletzungen durch lange Tackernadeln ist, stelle ich den Tacker wieder auf dem Tisch ab.
Wir gehen rüber in sein Büro wo er die Prüfung auch gleich mit einer Frage zur relativistischen Matrixgeometrie stellt. Ich sage ihm das ich davon keine Ahnung habe.
„Na, da hätten sie sich wohl besser vorbereiten müssen“ Wie ich solche Sprüche hasse Ich hätte doch den Tacker mitnehmen sollen. Aber er hat recht, ich habe wohl nicht genug gelernt für solche Fragen.
Ich bitte ihm um eine weitere Frage, zu der ich die Antwort allerdings auch nicht kenne. Dieses mal setzte ich aber zu einer erklärenden Zeichnung an.

Für alle von euch die noch nie in so einer mündlichen Prüfung gesessen haben, möchte ich diese Situation mal kurz beschreiben. Man wird von seinem Professor in eine dunkle Ecke eines beliebigen Zimmers gedrängt. Dieses Zimmer ist entweder vollgestopft mit uralten Ordnern und Büchern, den lehren Pfandflaschen der letzten drei Jahre (säuberlich gestapelt), dazu verstaubte Stühle und alte Rechnerteile. Sollte dieses nicht der Fall sein, ist der Raum so kahl wie die Glatze eines Jung-Faschos an einem Sommertag 1993 in Rostock.
Dort Sitz man dann eingeengt auf einem harten Holzstuhl. Rechts von einem sitzt der Professor der einen mit bestialischen Fragen durchbohrt. Höhnisch grinsend wenn man mal nicht gleich die richtige Antwort parat hat. Auf der anderen Seite der Beisitzer der alles ausführlich mitprotokolliert keine Miene verzieht, und die ganze Zeit mir den Füßen wippt um einen noch nervöser zu machen. Ins Gesicht scheint einem der stärkste Scheinwerfer den die Uni zu bieten hat. Und in der Ecke summt der Wechselstromgenerator der diesen betreibt.
So wird man dann endlos mit den brutalsten Fragen gequält die ein Mensch sich erdenken kann. Gezwungen sein Hirn durch Mund und Finger hinaus zu drücken erklärt man dann das gefragte, und mahlt mit verstümmelten Bleistiften Skizzen auf Rückseiten von alten Fehldrucken.

Und genau dabei habe ich gerade eben einen Bleistift abgebrochen. Der Prüfer reicht mir lächelnd einen für solche Zwecke bereitliegenden Ersatzstift. Ich drücke so stark auf, dass nicht nur das Papier reißt sondern auch der Bleistift splittert. Nachdem ich auch den dritten Bleistift, und zwei Kugelschreiber auf diese Weise zerstört habe, wird der Beisitzer zum anspitzen geschickt.

„Was ist denn los mit ihnen?“ Will er nun wissen wo er mit mir allein im Zimmer ist.
„Ich habe heute etwas sehr schockierendes gesehen“ Antworte ich bedrückt.
„Was denn?“ Er sollte seine Neugierde zügeln, denke ich mir als ich ihm das Foto reiche, was ich vorhin noch gerade rechtzeitig aus dem Drucker holen konnte.
Er betrachtet es stumm, hinter seiner Stirn scheint es gehörig zu arbeiten.
„Aber jetzt bin ich ruhiger, und kann hoffentlich ihre Fragen alle beantworten“ sage ich als der Beisitzer den Raum wieder betritt.
Die restliche Fragen der Prüfung sind wirklich nett, und ich gehen mit einer 1.0 aus dem Raum.

Jedenfalls würde ich das wenn mich mein Prof nicht festhalten würde.
„Sagen sie das Foto“
„Ja?“ Er scheint etwas nervös zu sein.
„Sie werden doch nicht..“
„Das Foto was sie und ihre neue Sekretärin in sehr intimen Posen zeigt an unseren Rektor schicken?“
„Ähm, genau“
„Keine Angst, das wollte der Sicherheitsdienst mit dem kompletten Video der Überwachungskamera machen.“
„Ähm...“
„Aber ich soll ihnen sagen, dass das Paket noch nicht raus ist und sich die Herren auf Bargeld freuen.“
„Und sie, ich meine sind wir mit der Eins quitt?“
„Nun ja, beinahe“
„ähm“
„Sehen sie die vom Sicherheitsdienst wussten nicht wie extrem eifersüchtig ihre Frau ist“
„Sie haben doch nicht etwa meiner Frau?“
„Nein, wo denken sie hin.“
„Puh“
„Wo sie doch gerade heute ihren 27 Hochzeitstag vergessen haben, wollt ich ihnen das nicht antun“
„WAS? Verdammt, ich bin verloren. Sie wird mich fertig machen. Sie wird sich scheiden lassen, alles wird an das Licht kommen.“
Ich kann einfach keine erwachsenen Männer heulen sehen.
„Aber, aber. Das muss doch gar nicht sein. Sie haben doch den Hochzeitstag gar nicht wirklich vergessen.“
„Hab ich das?“ Er hört auf zu schluchzen.
„Auch wenn sie das gemeinsame Essen mit ihrere Frau wegen meiner Prüfung verpasst haben“
Er beginnt wieder zu wimmern.
„Aber dafür haben sie ja einen singenden Blumenboten ins Restaurant geschickt der sie entschuldigt.“
„Habe ich?“ Er wischt sich die Tränen ab.
„Nein!“ Er verliert wieder die Fassung.
„Aber ich.“ Und beende endgültig seine Heulorgie.
„Das haben sie für mich getan?“
„Ja, und vergessen sie nicht die Reservierung für einen Tisch im teuersten Restaurant der Stadt für heute Abend.“
„Oh. Sie sind meine Rettung“
Wenn man bedenkt, dass ich den Eintrag im Kalender bearbeitet, auf anraten der Sekretärin die Kamera in dem Lagerraum ausgerichtet und dem Sicherheitsdienst gesagt habe sie sollten sich die Bänder genauer anschauen, würde ich das zwar nicht sagen. Aber bitte.
„Nun, sie werden verstehen, dass ich meine Auslagen hatte.“
„Äh, ja DANKE?“ Da er es nicht versteht muss ich direkt sein.
„Ähm, nein GELD!“
400 Euro Später verabschiede ich mich von ihm.
„Ach ja und vergessen sie nicht den Leuten von der Sicherheit etwas zukommen zu lassen“
„Oh, ja mach ich sofort“
„Gut die sitzen im Keller, und könnten sie mir einen Gefallen tun?“
„Ja natürlich“ Er ist mir tatsächlich dankbar, versteh einer die Menschen.
„Dann nehmen sie doch bitte die beiden Bierkästen mit, die hab ich den netten Menschen da versprochen.
Er schaut mich an, als hätte ich ihn überstrapaziert. Aber er nimmt die Kästen mit als er geht.

„Was werden sie mit ihrer Kopie des Videos machen?“ frage ich die Sekretärin bevor ich gehe.
„Ach, nichts.“ Ich schaue sie fragend an.
„Ich denke ich werde ihn für eine vorgetäuschte Abtreibung bezahlen lassen.“
Die Frau hat echtes Potential.

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BeitragVerfasst: So 22. Okt 2006, 16:04 
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Spaßbombe
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da muss ich doch tatsächlich mal einen dopelpost machen, weil keiner was geschrieben hat. GEMEIN ES IST! (schnauze joda)
auf jeden fall gibt es trotzdem einen neuen teil. Der auch irgendwie angenehm kurz ist. naja viel spaß, oder auch nicht..


Nachbarn

Wieder trägt jemand lehre Kartons durch den Flur. Gleich wird er seinen Kram darin verstauen und dann dieses Stockwerk und seine Bewohner verlassen. Und wieder ist es mein Nachbar.
Und wie immer bei solchen Gelegenheiten stehe ich im Flur und schaue zu wie mein Ex-Nachbar seine Sachen in Kartons auf den Flur stellt.

„Sag mal Gerald, warum ziehst du eigentlich aus? Du warst doch grad erst 13 Tage da?“
„Ja... ähm.... mir gefällt's hier halt nicht.“
Er schaut sich angsterfüllt um. Sowieso waren aus seinem Zimmer quasi seit der ersten Nacht angsterfüllte Schreie zu hören. War richtig unheimlich.
Für ihn.
„Es liegt wohl an uns?“
„Nein, nein, es ist eher ER“ Und er deutet in sein Zimmer.
„Wer?“
„Na, ER eben. “ Gerald wirkt besorgt. Eine Taube landet auf dem Balkon, und er zuckt zusammen.
„Du siehst doch Gespenster“
„JA! Ich mein nein, ER schreibt dinge an die Wände, und ich hör IHN tuscheln.“
„Du spinnst doch“
„Doch, es glaubt mir nur keiner aber ER ist da!!“
„Zeig mal.“ ich betrete das Zimmer und verkünde stolz, dass hier nichts ist.
„Du musst es Dunkel machen, im Licht kommt ER nicht“, antwortet Gerald verängstigt von der Tür. Ich verdunkele die Fenster, alles bleibt still. Gerald betritt vorsichtig den Raum.
„Und wo schreibt ER nun was an die Wände?“
„Ge...genau hinter dir.“ Ich drehe mich um und sehe nichts.
Plötzlich rennt Gerald schreiend aus dem Raum. Wieder einer, der fluchtartig dieses Wohnheim verlässt, 15 allein aus dem Zimmer neben mir in den letzten 24 Monaten. Und wieder einer der offensichtlich Geisteskrank ist.

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Nachbar hier. Er hieß Christian trug ausschließlich Flanellhemden und lebte knapp 3 Wochen neben mir. Es war damals eine seltsame Sache.
Ich saß in der Küche. Er kam herein und verwickelte mich in ein Gespräch über Computer. Damals war ich noch jung und unerfahren. So bemerkte ich erst als er mir sein Problem schilderte, dass er keine Ahnung hatte. So ging seine Uhr im PC falsch und zwar jedes mal, bei jedem Systemstart. Ich hab ihm damals nur so zum Spaß gesagt, dass es an den resonanten Interferenzen seines PC-Gehäuses mit der Zimmergröße liege. Es würden sich nämlich stehende Wellen aufbauen, die die Einstellungen der PC-Uhr stören. Er hat es mir geglaubt. Rein aus jugendlichem Leichtsinn hab ich damals gesagt, dass er seinen Rechner 4cm unter die Decke hängen könnte. Was das Problem kurzzeitig beheben würde. Nur um zu probieren wie weit ich gehen könnte, sagte ich ihm, dass sich das Ganze aber über Kurz oder Lang auf alle anderen Uhren im Raum ausbreiten wird.
Das letzte Argument habe ich mit dem Verstellen seiner Uhren in den darauffolgenden Wochen bestärkt. Er musste das Zimmer damals verlassen als er versuchte fünf Millimeter von all seinen Wänden ab zutragen um, wie er sagte, die bösen Interferenzen zu zerstören.

An den Zweiten kann ich mich kaum noch erinnern. Ich glaube er kam damals zu mir weil sein Radioempfang so schlecht war, und was er da machen könne. Ich glaube ich habe ihm damals, unter Beeinträchtigung eines starken Katers der aus einem enormen Absinthrausch resultierte, folgendes geraten. Er solle doch in den Stadtpark gehen und das den Bäumen erzählen anstatt mich hier zu belabern. Die würde nämlich mit ihren Ästen das Signal einfangen. Und er solle den doch sagen sie sollen sein Signal wieder raus rücken. Schließlich weiß doch jeder, dass Bäume fühlende wesen sind und Volksmusik lieben. Ich hingegen konnte seinen Krach damals überhaupt nicht ertragen, was wohl auch der Grund war, warum ich seine Antenne befreit habe.
Er wurde damals in die Klapse gesteckt weil er im Stadtpark die Bäume angeschrien hat. Es gibt seltsame Leute.

Irgendwie entwickelte sich das Ganze dann zu einem Hobby. Jedenfalls ist es diesem Hobby zu verdanken, dass neben mir in ziemlich genau 24 Monaten, eben genau jene 15 Leute ein und auszogen.

Am unkreativsten war ich wohl bei Harald damals. Harald war einer der typischen BWL-studierenden Krawattenträger, der dazu auch noch immer so komisch roch. In etwa so wie ein vermodernde Bieber. Was wohl an dem vermodernden Bieber lag, den irgendwer hinter die Verkleidung seiner Heizung getan hat.
Spaß gemacht hat auch Uli. Uli studierte Germanistik im ersten Semester und war so auf dem besten Weg zum Arbeitslosen. Er hatte seltsamer weise extreme Probleme mit Mücken. Er hatte permanent Unmengen Mücken im Zimmer, 400 um genau zu sein. Er hat ganze drei Wochen lang die Viecher erschlagen und damit eine ansehnliche Tupfentapete produziert. Ich gab ihm damals den Tip er solle sich mit Schweineblut einreiben damit ihm die Tiere nicht mehr auf den Pelz rücken. Der Hausmeister hat ihn schließlich raus geworfen nachdem Uli mehrfach andere Mitbewohner verschreckt hat weil er schreiend und blutverschmiert durchs Haus lief.

Interessant war Reiner. Ein alternder Philosophie und Kunst Lehramtsstudent. Halbglatze, dicke Brille und grüne Wollsocken, seltsamer Typ. Bei ihm hab ich mit unterschwelligen Informationen in Liedern experimentiert. Ich hab ihm damals in jede einzelne seiner Mp3's Sachen wie „Blutwurst, den ganzen Tag Blutwurst“, sowie Ausschnitte aus Werbungen für Möbelhändler codiert. Er lebt inzwischen streng veganisch in einem Zelt mitten im Schwarzwald. Dazu hat ihm sein Therapeut geraten, nachdem er in einem Ikea mit einem Klappstuhl Amok lief und vier Verkäufern böse die Finger klemmte, und das nur weil es in der Kantine dort keine Blutwurst gab.

Bei Harald, einem Weiberheld ohne Erfolg bei Frauen, war ich mir nicht sicher was seinen Auszug mit anschließendem Anstaltaufenthalt auslöste. Er hielt sich, als er abgeholt wurde, für einen tibetanischen Sumpfgorilla mit Sonnenallergie. Und ich bin mir nicht sicher ob es am LSD in seinem Trinkwasser oder den Magic Mushrooms in der Zahnpasta lag. Wahrscheinlich an beidem.

So viele kamen, und genausoviele gingen auch wieder. Und so freue ich mich, dass nun auch Gerald geht um sein Leben in einer anderen Wohnung weiter zu führen.

Ich betrachte voller Stolz nochmal mein Kunstwerk, die Worte „Wir kommen!, wir kommen!! wir kriegen auch DICH!!“ in unter Schwarzlicht leuchtender Farbe haben ihm wohl den Rest gegeben. Ich schalte mit der Fernbedienung meine Schwarzlichtlampe sowie den kleinen Lautsprecher aus, und entferne beides aus ihren Verstecken.

Etwas später kommt Gerald zurück um seine Sachen zu holen. Er wirft den Rest in die Kartons. Als er sie anhebt fällt der Boden raus und alles verteilt sich auf dem Fußboden. „DU ENTKOMMST UNS NICHT!“ grollt eine dumpfe Stimme durch den Raum.
„NEIN!!, nein nein neeiiiinnnn“ Gerald flieht.

Normalerweise würde ich jetzt Geralds Sachen nach Wertvollem untersuchen. Wie gesagt, normalerweise, denn mein Lautsprecher ist deaktiviert und abgebaut.

Und es gibt Dinge mit den ich es mir nicht verscherzen will.

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BeitragVerfasst: So 22. Okt 2006, 17:32 
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Spitzbube
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Registriert: Di 25. Mai 2004, 12:21
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Erinnert ein wenig an den B.O.F.H Bastard Operator from Hell, mmh?
Aber trotzdem und auch trotz der Rechtschreibfehler :wink: recht amüsant!

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I've got a mellowship


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