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BeitragVerfasst: So 22. Okt 2006, 19:05 
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Kasperl
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vox hat geschrieben:
Erinnert ein wenig an den B.O.F.H Bastard Operator from Hell, mmh?
Aber trotzdem und auch trotz der Rechtschreibfehler :wink: recht amüsant!


Aber das sind doch texte, die einfach genial sind.

@troubadix
Geile Ideen, schön geschrieben und wunderbar Assi^^

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Sohn von Banshee (inzwischen weg) und Nexus 6


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BeitragVerfasst: Mo 23. Okt 2006, 01:01 
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Clown
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So schoen richtig fies, und saulustig!

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BeitragVerfasst: Mo 23. Okt 2006, 09:23 
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Witzbold
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LoooooooooooooooL xD


find ich genial ^^

und fehler hin oder her, subba geil!!


*daumen hoch* :D

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-The Elder of Scrolls ||| Morrowind-


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BeitragVerfasst: So 29. Okt 2006, 20:41 
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Spaßbombe
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natürlich erinnert es an BAFH und BOFH, ich bin von beidem ein großer Fan. ich hab auch überlegt ob ich das ganze BSFH nenne, hab es dann aber doch sein lassen. Ist übrigens recht hart nicht direkt bei denen zu klauen. Aber ich hab glücklicherweise hier viele Anregungen aus denen man was machen kann...
deswegen gibts auch wieder was neues. heute mal etwas länger


Fahrkarte

Da immer noch Semesterferien sind, oder besser gesagt vorlesungsfreie Zeit, will ich mal eben auf einen mehrwöchigen Besuch zu meinen lieben Erzeugern fahren. Nachdem ich keinen dieser tollen vier-rädrigen Benzinschlucker besitze, muss ich wohl oder übel die Deutschen Bahn nutzen. Die hat wenigstens mehr als vier Räder, macht aber dafür auch genau so viel mehr Mist, wie sie Räder hat. Eine besondere Freude ist die sieben Stunden Zugfahrt immer, schreiende Kinder, nörgelnde Rentner, besoffene Wehrdienstleistene und noch so viele andere nette Menschen, die alle wegen der einen oder anderen Geisteskrankheit weg gesperrt gehören.

Vor jeder dieser Fahrten steht der Erwerb einer Fahrkarte. Diesmal habe ich mich, um den Spaß zu erhöhen, für die Wahl eines Nachtzugs entschieden. Außerdem hat man so die Chance, dass wenigstens 50% der, ach so netten, Geistesgestörten schlafen und dabei so schnarchen, dass man selbst keine Ruhe findet.

Um dieses Ereignis einzuleiten muss zuerst eine Fahrkarte her. Als Mensch der von Technik allgemein Ahnung hat entscheide ich mich natürlich für den Fahrkartenautomaten, welcher zwar nicht mit Windows läuft, aber trotzdem nicht funktioniert. Der Automat nebenan funktioniert zwar, reagiert aber so langsam, dass ich nach jeder Berührung des Touchscreans genug Zeit habe einen Kaffee zu kaufen, ihn wegen Kälte zu reklamieren und den Neuen, nach dem Trinken, auf das versiffte Bahnhofsklo zu tragen.

Nach etwa einem Drittel der Menüpunkte habe ich keine Lust mehr auf die Entdeckung der Langsamkeit und gehe zum Schalter. Natürlich ist es keine gute Idee eine Fahrkarte am Fahrkartenschalter zu kaufen, zum einem wird es garantiert noch länger dauern als am Automaten Außerdem lassen die, meist weniger schönen, Bahnangestellten an jeglicher Freundlichkeit fehlen.
So werde ich, wie erwartet, mit einem freundlichen „Gehen sie an den Automaten“ begrüßt.
Natürlich reagiere ich auf diese Nettigkeit mit einem eben so freundlichen:
„Geben sie mir einfach ne Karte nach Hamburg für den Zug, Freitag Nacht.“
„Gehen sie an den Automaten.“
„Sie sind doch da um mir eine Fahrkarte zu verkaufen, oder?“
„Ja“
„Dann machen sie das auch“
„Nein“
Gut, ich ziehe den Stecker ihres Monitors, und gehe zum ebenfalls freien Schalter nebenan.
„Ich hätte gerne eine Karte...“
„Geh'n s'e an den Automaten“
Stecker raus, und weiter zum nächsten Schalter.
„Ich hätte gerne ei..“
„Gahn's zu..“
Der nächste Stecker, der nächste Schalter.
Als ich beim letzten Schalter angelangt bin fällt der Frau vom zweiten Schalter auf, dass irgendwas bei ihrem PC nicht stimmt. Ich hätte gedacht, dass es länger als drei Minuten dauert, bis einer der Frauen merkt, dass ihr Bildschirm schwarz ist. Was natürlich dazu führt, dass die drei anderen auch merken, wie schwarz ihr eigener Bildschirm gerade ist.

Unbeirrt des drohenden Hühnerstallzustandes bitte ich die Frau am letzten Schalter freundlich um die besagte Fahrkarte. Freundlich bin ich zum einen, weil ich ja noch eine Fahrkarte haben möchte, und zum anderen weil die junge Frau noch Auszubildende ist, und relativ gutaussehend. So wie es aussieht ist sie noch ziemlich am Anfang ihrer Ausbildung. Jedenfalls hat sie noch nicht gelernt mich anzupflaumen. Sie hakt die Zugverbindung und das Datum mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in die Tastatur, mit einem Tastenanschlag pro Minute. Dabei hockt sie mit der Nase zwei Zentimeter über der Tastatur und spricht laut mit welche Taste sie drückt . In den nächsten Ausbildungsjahren wird sie sicherlich ihre Sitzhaltung enorm verbessern können, und ihre Tippgeschwindigkeit wird sich wohl auf die für die Bahn üblichen drei Anschläge pro Minute, erhöhen, und das dann sogar leise.
„R.......e......“

„Aber eben ging das doch noch..“ „und jetzt ist alles ganz schwarz“ „vielleicht muss man mal dagegen klopfen“ KLONK „ne hat nichts gebracht“ „vielleicht etwas stärker?“ KLONK KRITZK „ne auch nich“ „Ich frag mal den Chef“
Wie geahnt gackern die Frauen wie Hühner auf der Stange nach erfolgreicher Eiablage.
„Hamburg, war das?“ Holt mich meine Fahrkartensachbearbeiterin zum eigentlichen Problem zurück.
„Ja Hamburg“
„H.......a...............m....“

Nebenan versucht eine Frau ihren Chef zu erreichen, während sich die anderen Drei aufgeregt über die gestrige Folge irgendeiner Telenovela unterhalten.
Für alle die des aktuellen Fernsehfachvokabulars nicht mächtig sind, eine Telenovela ist nichts anderes als die gute alte Seifenoper-Schmachtfetzen-Hirnmater, wie sie schon seit Jahren auf allen Kanälen läuft. Normalerweise geht es darum, dass die mies geschauspielerte Figur A ein vollkommen abstruses Problem mit der genauso mies geschauspielerten Figur B hat, mit C schläft und dann in Folge 376 Figur A heiratet. Zwischendurch gab es dann noch beliebig viele andere Figuren die mit belanglosem Kram Sendezeit verbrauchen, und Hirnzellen vernichten. Meiner Meinung nach sollte im Fernsehen permanent ein Zähler mitlaufen, welcher einem sagt wieviel Gehirnzellen bei dem letzten Satz in die ewige Denkpause gegangen sind.
„Und Kevin will ja nun tatsächlich Birgit heiraten..“ „Wo die sich doch früher immer wegen des Dackels so gestritten haben“ „War das nicht Marianne?“ „Nein das war doch die Sache mit dem Toaster und dem U-Boot“ „Wo Kai dann..“ „Was Lesande dazu wohl sagen wird“ „Ach das wird wieder spannend“

„....g.“ Oh, sie hat Hamburg fertig.
„Wann möchten sie fahren?“
„Mit dem Nachtzug, Samstag um 0.19Uhr“
„Hm, Samstag....“ Sie schiebt die Maus mit beiden Händen Vorsichtig zu dem zu klickendem Ziel, hält dann mit einer Hand die Maus fest, um mit der anderen Hand auf die linke Maustaste zu drücken. KLICK. In der Hälfte der Fälle scheint das System zu funktionieren.
Währenddessen ist der Chef aufgetaucht und schaut sich das unmögliche Technische Mysterium an, welches gleich vier der fünf besetzten Schalter betroffen hat.
„Sie müssen nur die Maus bewegen.“ Er kennt das Prinzip eines Bildschirmschoners, er muss ein echter Fachmann sein.
„Aber das hilft nicht“
„Drücken sie eine Taste.“
„Welche?“
„Irgend eine.“
„Die hier?“
„Ja!!“
„Geht auch nicht.“

Inzwischen hat meine Kartensklavin es geschafft den Zug zu finden.
„Haben sie eine Bahncard?“
„Ja“ schieb, schieb, schieb klick.
„Sie müssen reservieren“
„Ja, Sitzplatz, Nichtraucher, Abteil“
„Möchten sie Raucher oder Nichtraucher?“ Habe ich nicht gerade?.. ach egal.
„Nicht rauchen, brennen ist besser?“ Sie schaut mich verständnislos an.
Nebenan schüttelt der Chef jede Tastatur, ohne jegliche Wirkung.
„Was haben sie den gemacht, als es nicht mehr ging?“
„Nichts“
„Ah verstehe.“ Sogar er ist es gewohnt, dass die vier nichts machen.
„Ähm..“ Die leicht überforderte Kartengebeperson vor mir meldet sich wieder.
„Raucher oder..“
„Nichtraucher.“
„Und möchten sie einen Sitzplatz, Lige...“
„Sitzplatz“ wenn ich ihr jetzt sagen würde, dass ich lieber eine weibliche Liege reservieren würde, und was die denn so an Aufpreis kosten wenn diese große primäre Merkmale hat, dann würde ich sie sicher wieder überfordern. Und ich will ja heute noch meine Fahrkarte haben.
„Abteil oder Großraum?“ Langsam nervt es, aber auf diese Frage gibt es nur eine vernünftige Antwort.
„Ja.“

Während sie grübelt was sie mit der Antwort anfangen soll, schaue ich mir an wie der Chef versucht die Problem zu lösen, welche die vier Frauen mutwillig verursacht haben. Natürlich sind die vier daran Schuld, sie haben mich schließlich dazu gezwungen eine solch milde Strafe zu verhängen. Er jedenfalls beschließt jetzt den Bahneigenen Techniker anzurufen und bis der kommt in die Mittagspause zu gehen.
„Schön, dann können wir ja auch gehen..“ „Oh, ja da gibt es diesen tollen neuen Italiener..“ „Aber das ist nicht gut für meine Figur“ „Und dann hat doch Marianne tatsächlich mit Kevin..“ „Nein, ihr bleibt alle hier an euren Plätzen. Die Kunden müssen auch in Krisenzeiten königlich versorgt werden.“
Der Standpunkt des Chefs stammt ohne Zweifel aus einem Managementbuch für Kurzentschlossene. Und der Inhalt seiner kurzen ergreifenden Ansage ist bei der Bahn zutiefst illusorisch, und so absurd, dass nicht einmal ich darüber wirklich lachen kann.

„Ähm, also Großraum“ Zieht meine Fahrkartenbeschaffungsagentin die Aufmerksamkeit wieder auf sich.
„Nein“
„Aha“ Pause,
„Also“ noch längere Pause.
„dann“ gleich muss es kommen.
„...“ Wohl doch nicht.
„Abteil“
„Genau.“ Das war schwer, aber jetzt ist es ja fast geschafft.
„Möchten sie mit Karte zahlen?“ Ich lege ihr meine Karte auf den Tisch.
„Oder bar?“ ich deute wiederholt auf die Karte.
Eigentlich sollte sie jetzt einen Geldbetrag von meiner Kreditkarte abbuchen mit dem sich eine Kleinfamilie einen Monat lang ernähren kann. Aber stattdessen blickt sie sinnentleert in die andere Ecke des Raumes. Dort steht der gerade eingetroffene Techniker, ein junger Mann mit ansetzendem Haarverlust, der seinerseits zu uns herüber starrt. Ich winke. Keinerlei Reaktion von ihm oder ihr. Ich trommle „Love is in the air“ auf dem Tisch, die entrückte Bahnfrau vor mir beginnt zu wippen und leise zu pfeifen. Er starrt weiterhin durch den Raum.
Leider wird diese vorbildlich schnulzige Szene von dem vordersten Fahrkartenverkaufsweib unterbrochen, die den Techniker zur Arbeit auffordert.

Als, noch leicht verwirrter, echter Profi versucht dieser natürlich zuerst alles das, was beim Chef vorhin auch schon nicht funktioniert hat. Dann testet er ob der Monitor eingeschaltet ist. Jetzt wundert er sich warum es trotzdem nicht geht und beschließt erstmal eine Pause zu machen. Natürlich nicht ohne zwischendurch verschmitzt zu der jungen Frau rüber zu schielen die gerade versucht den immer noch fälligen Betrag von meiner Karte zu buchen.
„und dann hat doch Kevin...WO WOLLEN SIE DEN HIN??!“ wird der Techniker unterbrochen der schon vor einer Weile das Gehen durch leichtes Schweben ersetzt hat. „Ein Kaffee..“ „Und was ist mit den Rechnern?“ „Die können später“ „Wie können hier nicht arbeiten und SIE gehen Kaffee trinken?!“ „Aber,..“ „Nichts da sie bleiben hier“ Die Aufregung ist durchaus verständlich, schließlich können die vier ja auch nicht Aufhören bevor ihre Rechner nicht laufen. Der Arme tut mir wirklich leid. Nicht nur, dass er aus seiner Kaffeepause gerufen wird (er hatte garantiert gerade Pause) dann muss er auch noch zwischen vier Hühnern auf der Stange sitzen und sich hirnzerreibenes Gelaber anhören. Und zu allem Übel wird er dadurch noch abgehalten die Prinzessin, die er gerade für sich entdeckt hat, zu retten.
„Vielen Dank, und gute Reise mit der Deutschen Bahn.“ Sie hat es tatsächlich geschafft mir meine Fahrkarte zu verkaufen, und versucht mich nun mit der patentierten Bahn-Standardfloskel los zu werden. Ich küre sie zur Fahrkartenverkaufsheldin des Tages.

„Ich werde es in vollen Zügen genießen.“ Antworte ich ihr und warte ob sie den Witz versteht.
Sie versteht ihn nicht, was zum Teil daran liegen dürfte, dass sie mir nicht zuhört sondern verzückt auf den Hintern des Technikers schaut, welcher gerade unter dem Tisch nach den Rechnern sucht.
Ich gehe den Techniker aus seiner Misere befreien. Inzwischen ist auch der Chef wieder zurück, und während er sich Brokkoli aus den Zähnen kratzt, meckern die vier Frauen auf die Technik, und das ja nichts funktioniert, und das im Fernsehen das ja alles besser ist und was er den für ein Techniker sei der nicht einmal so einen einfachen Monitor reparieren könne. Bla.. Bla.. Bla..

Als der Techniker wieder unter dem Tisch hervorkommt, stelle ich sicher, dass ich seine volle Aufmerksamkeit habe. Ich muss ihm dafür kräftig auf den Fuß treten damit er die Augen von seiner bevorzugten doppel X-Chromosom Trägerin löst.
Ich raune ihm zu, er solle doch mal die Stecker checken.
„Wieso die Stecker?“
„Weil die raus gezogen sind.“
Ein Blick zeigt ihm, dass es stimmt was ich sage.
Er steckt die Stecker rein und natürlich funktioniert alles wieder sofort.
„Und was war es nun“ fragt der Chef.
„Die Stecker waren nicht drin“
„Und dann geht nichts mehr?“
„Genau“ beantwortet er mit erstaunlicher Gelassenheit die unnütze Frage.
„Wer zieht den sowas raus?“
Da ich sowieso noch hinter dem Techniker stehe, meine ich, dass es vielleicht jemand gewesen sein könnte der auf kosten der Bahn einen arbeitsfreien Tag haben wollte.
„Aber wer sollte den das sein?“
Da der Techniker wenigstens verstanden hat was ich damit sagen wollte, zeigt er stumm auf die Vier hinter den nun wieder flimmernden Monitoren.
Während der Chef sich aufregt, dass es ja wohl nicht sein könne, dass Angestellte ihr Arbeitsgerät sabotieren um nicht arbeiten zu müssen, fixiert der Techniker sein bevorzugtes Objekt im Raum.
„Dagegen war ihre Kollegin, sehr hilfsbereit.“ Verweise ich auf die eben jenes Objekt, welches mir zuvor die Karte vertickt hat.
„Gut, als Belohnung für gute Arbeit bekommen sie den restlichen Tag frei und ihre arbeitsscheuen sabotierenden Kolleginnen werden die Schicht bis 21Uhr fortführen.“ Entscheidet der Chef in einem Anflug von Weisheit.

„Aber, dann verpassen wir ja Alles neue, alles Leute!“ Während ich mich frage ob es Leute gibt, die diese Sendung mit den Anfangbuchstaben abkürzen, tönt der Chef dazwischen.
„Sie können froh sein, dass sie noch Arbeit haben.“
Ich schiebe derweil den Techniker vorsichtig zu dem Schalter rüber, an dem die bessere Bahnbedienstete zusammen packt.
„Hätten sie nicht Lust mit uns noch einen Kaffee trinken zu gehen“ Ich schiebe den Techniker vor, welcher wie ein Honigkuchenpferd lächelt.
Die beiden blicken sich wieder einmal Wortlos an.
„K..A..F..F..E..E!“ buchstabiere ich dazwischen.
Beide nicken und begleiten mich ins nächste Cafe wo ich mich wegen einem wichtigem Termin verabschiede.

Währe mit den beiden für mich sicher langweilig geworden. Für mich, für die beiden wohl nicht.

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Zuletzt geändert von troubadix am Di 14. Nov 2006, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 30. Okt 2006, 20:16 
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Dorftrottel

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Einfach genial!!!!

Ich freu mich schon auf die nächste geschichte :!:


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BeitragVerfasst: Mi 1. Nov 2006, 07:03 
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Clown
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Sweet, die zwei hatten bestimmt Spass

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Spitzbube
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Sehr netter Zug von deinem Protagonisten, den beiden zu helfen, troubardix! Solltest ihn öfter als Held der Unterdrückten und Ausgebeuteten einsetzen - gefällt mir 8)

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Joker
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Wie immer. Eine tolle Geschichte.... Ich find wir sollten Troubi irgendwie belohnen dafür das er uns diese Geschichten schreibt und dabei sine Finger zu Tode quält. :wink: :wink: :wink: :wink:


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BeitragVerfasst: Fr 3. Nov 2006, 21:51 
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Joker
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Na wenn das so ist.....


HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

:lol: :wink: :wink:


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Spaßbombe
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Ja, genau euer lachen ist mein lohn.. vielleicht kann ich den kram ja auch mal in buchform zu geld machen, aber das glaub ich weniger. auf jeden fall find ich es toll wenn leute auf meine geischichten irgendwas schreiben, nichts ist schlimmer als den eindruck zu haben es würde niemand lesen.. also empfehlt es weiter.. ansonsten ist sonntag, und es gibt eine neue geschichte. viel spaß, oder so

Im Zug

Ich bin auf dem Klo um mich zu beruhigen. So eine Zugtoilette ist sehr beruhigend, jedenfalls wenn man es mit Klopapier vollstopft und zuschaut wie es mit jeder weiteren Spülung vollläuft. Und schließlich wie der Rheinfall aus der Schüssel auf den Boden fließt. Mit der nötigen inneren Ruhe und nassen Schuhen, gehe ich zurück in mein Abteil. Dort sitzt der Grund warum ich mich beruhigen musste.

Als ich mich kurz nach dem Zustieg auf meinem reservierten Sitzplatz niedergelassen habe war mir sofort klar, dass die Fahrt ansträngend werden würde. Mit mir in dem sechs Personen Abteil sitzt eine ältere Frau, zwei dicke Herren und eine junge Brünette, die der einzige Lichtschein in diesem trüben nichtraucher Abteil ist. Und sie alle fahren ebenso wie ich bis Hamburg. Dies bedeutet, dass der Raum zu voll ist, und zwar die gesamte Strecke. In diesen Abteilen ist es möglich die Sitze so weit vor zu ziehen, dass gegenüberliegende Sitze zusammen stoßen und so eine Liegefläche bilden. Diese Fläche ist natürlich für drei Menschen gerade groß genug, bei vieren wird es eng, und bei fünfen unmöglich.

Aber mit dem Umstand die Nacht über sitzen zu müssen kann ich leben, nicht leben kann ich mit der älteren Frau neben mir. Diese versucht nämlich seit geschlagenen zwei Stunden mir ein Gespräch über die Errungenschaften der afrikanischen Ureinwohner auf dem Gebiet des Balletts aufzudrängen. Das schlimmer daran ist, dass ich selbst mit daran Schuld bin. Schließlich habe ich ihr erzählt, dass ich modernes Ballett studiere. Schon vor Jahren habe ich gelernt, dass ich auf Fragen nach dem was ich so machen würde nie die Wahrheit sagen sollte. Damals habe ich wahrheitsgemäß auf so eine Frage geantwortet mit dem Ergebnis, dass ich mich mitten in der Nacht drei Stunden lang anhören musste, dass die Indianer schon alle Prinzipien der Quantenmechanik kannten. Bei der nächsten Nachtfahrt beantwortete ich die Frage damit, dass ich ein Sonnenstudio besitzen würde. Auf die Frage warum ich dann selbst so blaß wäre sagte ich damals, dass ich ja wisse wie gefährlich der Kram sei, und ich mich dem doch nicht aussetzen würde. Darauf folgten dann zwei Stunden Diskussion über die schädliche Wirkung der Mikrowelle auf die Ozonschicht.

Nun ja, dieses mal halt Afrikaner und Ballett. Mist.
„..und die Afrikaner haben durch die Entwicklung der Figur des sterbenden Schwans ihre freiheitlichen Bestrebungen verstärkt, und könnten sie sich ein Ballett ohne diese großartige Figur vorstellen?“
„Ja besonders die frühen Werke des Bela B. wären ohne die Einflüsse des afroamerikanischen Tanzes nicht denkbar gewesen.“
„Ja gerade bei Bela Bartok ist diese Entwicklung deutlich.“
„Oh Entschuldigung ich sprach nicht von Bela Bartok, sondern von Bela B dem Berliner Punkmusiker.“ Bei dem Wort Punk dreht sie sich verächtlich weg.
Es folgt eine Rede über die Schwarzen die mit ihrer Wertvorstellung das Judentum beeinflusst haben. Ich höre nicht zu, sondern überlege fieberhaft wie ich diese Person loswerden könnte, am besten auch die anderen.

Ich schaue mich um und stelle fest, dass die beiden Kerle schlafen und das Mädchen schaut entnervt aus dem Fenster. In dem Moment hält der Zug in Würzburg, und kurze Zeit später steht eine Frau in der Tür die die andere Frau fröhlich begrüßt. Nicht nur, dass das Abteil jetzt komplett voll ist, auch haben wir zwei ältere Weiber die bis Hamburg durchgehend quatschen werden. Keine Frage es muss etwas passieren.

Der Umstand der zu kleinen Gepäckablagen kommt mir zu Hilfe. Die Neue mit zwei großen Hartschalenkoffern bemerkt ziemlich schnell, dass sie diese nirgends unterbringen kann.
„Können wir da nicht noch den Rucksack“ KRACKS „Oder da“ KRMPF „Aua mein Kopf“ KRITZ
Darum beschließt sie richtiger Weise, dass diese auf den Gang müssen.
„Schade dann stell ich sie halt raus.“
„Darf ich ihnen die Koffer wegräumen.“ biete ich mich als echter Gentleman an, dafür ernte ich einen verachtenden Blick von der jungen Brünetten.
„Aber gerne“
„Wo sollen die denn genau hin?“
„Ach einfach raus.“
„Ok“ Ich stelle schnell noch die Koffer nach draußen, da fährt der Zug auch schon weiter.

Nun sitzen wir tatsächlich wie die Bierflaschen im Sixpack, und zwei der Flaschen quatschen unentwegt über ihre Kinder die ja so viel erreicht haben. „Ach und mein Bernd ist auch schon wieder aus dem Gefängnis raus.“ „Ach ja Michi hat ja nun Lebenslänglich bekommen, dabei war das mit der Bombe unter dem Auto seiner Ex-Freundin wirklich ein Versehen“ „Ja sowas passiert ja beinahe täglich.“
Immerhin hat das ganze den Vorteil das einer der Männer nun das Abteil Richtung Bordrestaurant verlässt. Ich gehe prophylaktisch hinterher. Natürlich nur um zügig zurück in das Abteil zu gehen und sein Gepäck zu versorgen.
Ich erkläre den anderen, dass der Mann einen anderen Sitzplatz gefunden hätte, und ich ihm seine Sachen nachtragen soll. Dann stelle ich seine Koffer in das nächste Klo und durchsuche sie nach einer Fahrkarte, er hat sie mitgenommen. Naja, es geht auch so. Ich suche einen Schaffner.

„Ich hab da was gesehen, dass ist unglaublich!“ begrüße ich den Zugbegleiter.
„Wah?“ eindeutig ein Sprachgenie, aber egal.
„Da hat jemand sein Gepäck auf einem der Toiletten unter gestellt.“
„Und?“
„Ich mein wenn da schon die Klamotten stehen dann frag ich mich wo der Besitzer wohl ist.“
„Wohl im Zug.“ Er kapiert es nicht.
„Vielleicht fährt er auch ohne Fahrschein auf dem Klo mit?“
„Aber wieso sollte?“ Der Typ ist wirklich zu schwer von Begriff.
„Weil er sonst ca 120€ für die Fahrt berappen müsste?“
Man hört den Groschen deutlich fallen.
„Aber warum auf dem Klo“ Fragt sich nur wohin er gefallen ist.
Nachdem er irgendwann begriffen hat warum jemand die Zugzeche auf dem Klo prellen sollte, begleitet er mich zum Örtchen.
Dort kommt uns auch mein, schon bald Ex-, Mitfahrer entgegen. Perfektes Timing.

„Das ist er“ rufe ich und der Schaffner hält das Opfer auch sofort an.
„Was bin ich“
„Der Schwarzfahrer“
„Aber ich fahre nicht schwarz“
„Und was machen dann ihre Koffer auf dem Klo?“
Er schaut auf das Örtchen und erkennt natürlich sein Gepäck.
„Ja das sind meine Taschen.“
„Genau, und was machen die hier?“ langsam kommt der Schaffner auf Touren.
„Das weiß ich auch nicht.“
„Den Fahrschein bitte.“
Der Mann kramt in der Gesäßtasche nach seinem Portmonee, als er es draußen hat stolpere ich ganz zufällig, und reiße ihn um. Wir beide landen im Abschnitt zwischen den Wagons. Wo seine Geldbörse ganz aus versehen zwischen die Lamellen rutscht und so den Zug verlässt.
Ich entschuldige mich, dass ich wegen des plötzliche Bremsens des Zuges gefallen bin. Natürlich kann sich niemand an das Bremsen erinnern, aber der Schaffner will erstmal die Fahrkarte sehen.
Die weiteren Erklärungen, ich hätte ihm das Portmonee mit Papieren und Fahrkarte aus der Hand geschlagen, lenken den Verdacht nur noch mehr auf ihn. Und da er sich standhaft weigert seine Personalien vor zu legen, wird er schließlich von einem weiteren Zugbegleiter in Gewahrsam genommen.

Zurück im Abteil muss ich berichten, dass der Arme wohl ohne Fahrkarte gefahren ist und nicht zurück kommen wird.
Das fahrkartenlose Fahren eines Mitbürgers veranlasst natürlich alle nicht schlafenden Fahrgäste nach ihren Karten zu suchen. Bis auf das junge Mädchen, die lächelt mich kühl an. Die beiden anderen Frauen durchsuchen aufgeregt ihre Taschen nach ihren Tickets.
Wobei die Neue natürlich feststellt, dass ihre Karte wohl im Koffer ist.
Und selbstverständlich muss sie ihre Karte jetzt sofort haben.
„Sagen sie wo, haben sie denn meine Taschen hingestellt?“
„Raus“
„Auf den Flur?“
„Äh nein.“
„Ins Gepäckabteil?“
„Sowas gibt es hier nicht mal“
„Nun sagen mir schon wo meine Koffer stehen!“
„Würzburg“
„Was?“
„Wenn sie es genauer brauchen, Gleis 7“
„Sie haben..“
In dem Moment bremst der Zug mit voller Kraft ab, was wenigstens alle anderen weckt.
Einen Atemzug später stehen drei schwer bewaffnete Polizisten vor unserem Abteil. Die gerade Zugestiegene wird brutal raus gezerrt und auf dem Boden liegend mit Handschellen versehen. Natürlich verlangt ihre Freundin nach Auskunft.
Einer der Beamten erklärt uns, dass ihre Taschen auf dem Würzburger Bahnhof einen Bombenalarm ausgelöst hätten.
„Wie Bombenalarm“ fragt ihre Freundin während die Beschuldigte abgeführt wird.
„Das erklärt natürlich auch das Gespräch über Sprengstoff was die Beiden vorhin geführt haben“ werfe ich ein.
Der Mann in grün wird sofort hellhörig.
„Wie bitte?“
„Ja die beiden haben vorhin darüber gesprochen, dass sowas ja wirklich alle Tage vor käme.“
Die Brünette bestätigt es lächelnd, der Mann gibt an geschlafen zu haben.
Nachdem beide Frauen abgeführt wurden, setzen wir die Fahrt mit einer guten Stunde Verspätung fort.

Das Abteil ist nun mit drei Personen sehr gemütlich, und ich liege neben dem brünetten Mädchen. Unser wirklich netter Plausch wird vom Schaffner unterbrochen.
„So nach der ganzen Aufregung, möchte ich nun mal die restlichen Fahrkarten sehen.“
Ich gebe ihm meine Karte und Janette (japp, so heißt die kleine) fällt spontan in Tiefschlaf. Wehrend er auch noch meine BahnCard sehen will, sucht der letzte verbliebene Mann seine Fahrkarte.
Der Schaffner, der inzwischen sein Pflichtbewusstsein gefunden hat, bittet mich meine kleine Freundin zu wecken. Ich beuge mich über sie.
„Die Fahrkarte“
„Hab ich nicht“
War ja klar. Ich setzte mich hin und schaue mich um. Diese Angewohnheit die noch nie Probleme beseitigt hat bringt mir heute tatsächlich mal was.

Während der Mann immer noch in seinem Gepäck wühlt, ziehe ich die Lösung meiner Probleme aus seiner hinteren Hosentasche. Ich gebe das gerade gewonnene Ticket dem Schaffner, welcher brav stempelt danach wende ich mich wieder meiner neuen Bekanntschaft zu.
„Woher hast du die Karte“ raunt sie mir zu.
„Das ist seine“ flüstere ich zurück.
Dafür bekomme ich eine spontan Umarmung.
Hinter dem Schaffner, welcher den doch sehr überraschten Schwarzfahrer raus führt, schließe ich die Tür, und ziehe die Gardienen zu.

Der Rest der Fahrt verspricht sehr gemütlich zu werden.

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Scherzbold

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ich freu mich auf meine nächste bahnfahrt :D

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Clown
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Ich auch, wobei ich nicht gerade oft mir dem Zug fahre, das letzte Mal ist schon gute 2 Jahre her!

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BeitragVerfasst: Mo 6. Nov 2006, 11:56 
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Forum-Schutzdrache
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Registriert: Sa 8. Mai 2004, 19:00
Beiträge: 16464
Wohnort: 127.0.0.1
genial, muss ich auch ausprobieren, auch wenn meine zugfahrt nur 1 stunde dauert..

_________________
Vereinigt euch ihr "statistischen Ausreißer"!
http://www.gamingisnotacrime.de

TEAM = Toll Ein Anderer Machts

while (not asleep) { sheep++; }

Keine Erklärungen: Deine Freunde brauchen sie nicht und deine Feinde würden dir doch nicht glauben

Das Leben ist ein scheiß Spiel, aber die Grafik ist geil!

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BeitragVerfasst: Mo 6. Nov 2006, 13:57 
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Joker
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Registriert: Fr 15. Sep 2006, 21:10
Beiträge: 922
Wohnort: Freie und Hansestadt Hamburg
Zitat:
So eine Zugtoilette ist sehr beruhigend, jedenfalls wenn man es mit Klopapier vollstopft und zuschaut wie es mit jeder weiteren Spülung vollläuft
LOL So ein geiler Satz... Ich flieg gleich vom Stuhl... Also echt Trobi du bringst mich auf wrklich tolle Ideen was ich das nächste mal im Zug mache... Und als Anfang kommt das mit dem Koffer und den Bomben :twisted: :twisted: :twisted:


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