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BeitragVerfasst: Mo 19. Jul 2004, 10:37 
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Dorftrottel

Registriert: Mo 19. Jul 2004, 09:39
Beiträge: 8
Weihnachten - jedes Jahr dasselbe
In unserer Familie wird jedes Jahr Weihnachten gefeiert, und zwar immer am 24. Dezember. Einen besseren Termin fanden wir nicht, da an diesem Tag im Fernsehen immer so gute Filme laufen. Außerdem muss Papa an diesem Tag nie arbeiten.

Der Tag beginnt jedes Jahr gleich. Papa zieht los in den Wald und fährt einen Tannenbaum um. Meistens wird er aber doch dabei erwischt und muss viel mehr Strafe zahlen als der Baum auf dem Christbaummarkt um die Ecke gekostet hätte. Während Papa mit dem Weihnachtsbaum kämpft holt Mama die Kekse vom letzten Jahr aus der Tiefkühltruhe und backt sie wieder auf.

Abends kommt dann immer Tante Fettel zu uns; das Essen verpasst sie nie. Tante Fettel ist doppelt so dick wie hässlich. Zum Fasching geht sie immer als Gletscher verkleidet. Papa sagt im Geheimen immer, wenn sie in den Wald kackt, nennt man das eine Erdmoräne. Vor Jahren kamen noch viele Verwandten zu uns; aber seit der großen Pilz-Auflauf-Vergiftung vor 3 Jahren kommen sie nicht mehr. Nur die dicke Tante Fettel, die ließ sich auch von Giftpilzen nicht abschrecken.

Punkt 6 Uhr gibt es immer essen. Mama holt das Tier, das Papa am Tag zuvor überfahren hat, aus dem Backofen. Papa nennt es immer Steinkohlebraten. Wer von uns allen herausfindet, ob die Reifenspuren von seinem oder von Mamas Auto stammen, bekommt einen Nachtisch. Während des Abendessens schauen wir uns einen Film nach dem anderen an. Derweil fressen wir bis wir schier platzen.

Um das viele Essen etwas zu verdauen spielen wir dann immer Die Pauschalreise nach Jerusalem. Obwohl wir nur 5 Personen sind, brauchen wir 12 Stühle, denn wenn sich Tante Fettel auf einen einzigen Stuhl setzt, bricht der in sich zusammen. Wenn Papa dann so richtig besoffen ist, spielt er immer Rückreise nach Jerusalem: Er alleine und 10 Stühle; aber er verliert meistens.

Um 8 Uhr ist dann Bescherung. Plötzlich kommt ein sturz-betrunkener Sozialpädagogikstudent aus seinem Zimmer herunter ins Wohnzimmer und singt: "BAFÖG BAFÖG Trallalalala". Und dann schlägt ihm Papa eine aufs Maul, um ihn ruhigzustellen. Dann gibt es Geschenke: Papa kriegt von Mama ein Rasierwasser, Mama kriegt von Papa ein Parfüm, Jahr für Jahr das gleiche. Ich kriege immer den aktuellen Quelle-Katalog mit vielen bunten Bildchen zum Ausschneiden. Papa sagt dann immer, dass ich all die schönen Dinge eines Tages kaufen kann, wenn ich mal selber Geld verdiene.

Tante Fettel kriegt nie was, denn sie isst es sowieso immer gleich auf. Wenn sie dann traurig ist, tröstet sie Papa immer mit der Erklärung, dass der Weihnachtsmann nicht zu ihr käme, da er Angst hätte, sie würde ihm seine Rentiere auffressen.

Um 11 Uhr kommt der letzte Film; Mama räumt noch auf während Papa sternhagelblau auf dem Sofa rumlümmelt und noch die eine oder andere Ansprache an die Weltbevölkerung hält. Tante Fettel isst noch die Reste vom Weihnachtstisch auf und schläft dann auf dem Sofa ein. Der Sozialpädagogikstudent wird von seinen Kumpels abgeholt, um noch einen Heben zu gehen. Und ich nehme meinen Quelle-Katalog mit aufs Zimmer, um zu schauen, wie viele Seiten er gegenüber dem alten mehr hat.

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jul 2004, 10:38 
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Dorftrottel

Registriert: Mo 19. Jul 2004, 09:39
Beiträge: 8
Liebe Mitarbeiter,

wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier in der Caféteria beenden. Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.

Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung "Sonst frisst mir der Brunner die ganzen Melonenschiffchen weg" kann nicht akzeptiert werden.

Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde nicht direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis "Alkohol desinfiziert" beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Misstrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.

Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung, was passierte, als Kollege Moosbacher sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.

Sollte jemand nach Genuss der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpässlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten, die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.

Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, dass einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia Ende September dieses Jahres.

Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.

Die Geschäftsleitung

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jul 2004, 10:39 
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Dorftrottel

Registriert: Mo 19. Jul 2004, 09:39
Beiträge: 8
Jetzt noch mein absoluter Favourite!!!!!

Sonntag, 1. Advent

10:00 Uhr

In der Reihenhaussiedlung Unkelstieg ließ sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10:14 Uhr

Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Unkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

19:03 Uhr

Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.

20:17 Uhr

Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20:56 Uhr

Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.

21:30 Uhr

Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.

21:50 Uhr

Der 85-jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

22:12 Uhr

Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Unkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3.000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.

22:37 Uhr

Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel; die Experten in Houston sind ratlos.

22:50 Uhr

Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23:06 Uhr

In der taghell erleuchteten Siedlung Unkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 Uhr betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23:12 Uhr und 14 Sekunden

In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

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BeitragVerfasst: Do 5. Aug 2004, 13:34 
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Spaßbombe
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Registriert: Do 13. Mai 2004, 11:16
Beiträge: 3106
Wohnort: Rheinbach
Jeden Tag eine neue Überraschung


* Erster Dezember 2003
Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein
Schokoengelchen. Ich liebe den Advent.

* Zweiter Dezember 2003
Eine Glocke. Ich lasse die Schokolade auf meiner Zunge zergehen und
bekomme einen zärtlichen Kuss meiner Liebsten. Die Adventszeit ist immer
so romantisch.

* Dritter Dezember 2003
Kollege Meier erzählt mir von seinem tollen Adventskalender mit Pralinen
und kleinen Geschenkchen. Ich freue mich für ihn. Ich hatte ein
Schokoauto.

* Vierter Dezember 2003
Ein Schokokopf. Nichts nennenswertes passiert.

* Fünfter Dezember 2003
Kollege Niederkopf erzählt in der Kantine schmutzige Adventswitze. Habe
aus Höflichkeit mitgelacht. Frl. Blasewetter sah pikiert zu Boden.
Schokotannenzweig.

* Sechster Dezember 2003
Nikolaustag. Meier kommt mit einem Nikolauskostüm und verteilt
Schokolade und Kondome. Lustiger Scherz. Ich mache mich über die Schoki
her und schiebe die Kondome unserer jungen, allerdings auch sehr
hübschen Azubine zu. Schutz ist heute so was von wichtig. Vor allem für
die Jugend. Demnächst muss ich mich wegen sexueller Belästigung am
Arbeitsplatz äußern.

* Siebter Dezember 2003
Meine Liebste scheint sich über den Wischmop den ich ihr zum Nikolaus
schenkte irgendwie nicht zu freuen. Ist äußerst muffig heute.
Schokoschlitten im Kalender. Kolleginnen gehen mir aus dem Weg.
Menschenskind, ich wollte doch wirklich nur das Beste für die Kleine.
Frl. Blasewetter murmelte was von "Ja, ja" und ".. sein bestes Stück".

* Achter Dezember 2003
Zweiter Advent. Meine Liebste war wieder versöhnlich. Zumindest bis zu
dem Zeitpunkt als ich mein Sturmfeuerzeug zum Entzünden der zwei Kerzen
auf dem Adventskranz zückte. Bei den anderen brannten nur zwei mickrige
Kerzen, bei uns der ganze Kranz. Warum war das Holz auch nur so trocken?

* Neunter Dezember 2003
Anschiss wegen Nikolaustag. Die Frauenbeauftragte unserer Firma grinste
hämisch. Eintragung in der Personalakte. Als ich wieder an meinen
Schreibtisch zurück kam fand ich zwei Kondome auf meinem Platz liegen.
Schnell steckte ich sie ein. Schokoflugzeug.

* Zehnter Dezember 2003
Hatte einen Schokohasen im Kalender und einen eiskalten Hasen mir
gegenüber am Frühstückstisch sitzen. Sie hatte die Gummis in meiner
Tasche gefunden. Meine Beteuerungen das ich ihr ewig treu bin prallten
an ihr ab wie ein Zwerg an Santas Bauch. Frostiger Empfang im Büro und
auch am Abend Zuhause. Habe Angst vor Frostbeulen.

* Elfter Dezember 2003
Azubine kam im Minirock. Das macht sie extra. Ignoriere sie
geflissentlich. Meier pfeift ihr nach. Blöd, das er das auf der
Türschwelle in sein Büro machte und ich allein auf dem Gang stand als
sie sich umdrehte. Termin beim Boss für morgen in Outlook eingetragen.
Mausi ist immer noch sauer

* Zwölfter Dezember 2003
Meier schwärmt wieder davon was er heute in seinem Kalender fand. Er
geht mir auf den Nerv. Der Boss glaubt mir meine Schilderung des
Vorfalls am Vortag nicht. Zweite Eintragung und eine dringende
Empfehlung einen Bogen um Auszubildende und Minderjährige zu machen.

* Dreizehnter Dezember 2003
Schatzi spricht wieder mit mir. Ich wünschte nur es wäre was
freundlicheres als "Bring den Müll raus". Hatte das Büro für mich
allein. Zumindest gingen alle als ich es betrat. Als ich mich in der
Kantine zu meinen Kollegen setzte standen diese auf. Mir fiel auch auf
das sie mich heute nicht fragten ob ich zum essen gehe. Komisch.

* Vierzehnter Dezember 2003
Die Nachbarkinder machten eine Schneeballschlacht. In einem Anfall eines
jugendlichen Gefühls machte ich mit. Blöd das sich ein Stein in meinem
Schneeball versteckte. Ich überschlug im Geiste wie viel eine Katze
kosten könnte. Was muss das Vieh auch in die Wurfbahn springen.

* Fünfzehnter Dezember 2003
Dritter Advent. Behutsam entferne ich den "Katzenmörder" Zettel von
meiner Haustür. Mein Mäuschen war am Kofferpacken. Sie hatte mit einer
Freundin telefoniert die lustigerweise mit einem meiner Kollegen
verheiratet war. Meine Erklärungsversuche scheiterten.

* Sechzehnter Dezember 2003
Hatte einen Schokotannenbaum im Kalender. Ich fand Schokolade nicht mehr
so spannend. Mausi fehlt mir.

* Siebzehnter Dezember 2003
Hab mit Mausi telefoniert. Konnte sie nach stundenlangen Betteln und
Überreden dazu bringen wieder zurück zu kommen. Wir lagen uns weinend in
den Armen. Als wir später ins Bett gingen kreuzte ein neues Problem auf.
Stress erzeugt tatsächlich Impotenz. Ich war immer stolz darauf dass er
stand wie ein Weihnachtsbaum. In dieser Nacht war's eher eine
Trauerweide.

* Achtzehnter Dezember 2003
In der Arbeit reißt Meier Pädophilenwitze. Werde dabei von Kollegen
lachend angesehen. Gedanken an einen Axtmord durchschleichen meine
Hirnwindungen.

* Neunzehnter Dezember 2003
Schokoschlitten. Bin frustriert. Sex hat letzte Nacht wieder nicht
geklappt. Mausi seufzt jedes Mal bei meinem Anblick.

* Zwanzigster Dezember 2003
Kleiner Umtrunk. Meier gibt einen aus. Meier will auf kameradschaftlich
machen und haut mir auf die Schulter so das ich mein Glas verschütte.
Laufe panisch aufs Klo. Solche Flecken bekommt man später nicht mehr
raus. Verdammt. Falsche Tür. Stehe nur in Unterhosen vor der Azubine.
Sie hat nen Mini an. Das Gute daran: die Impotenz ist augenscheinlich
vorbei.

* Einundzwanzigster Dezember 2003
Ich lese zum dritten Mal die Kündigung während Mausi weinend ihre Sachen
packt. Ihre Mutter im Auto hupt schon. Hatte eine
Schokoweihnachtskugel.

* Zweiundzwanzigster Dezember 2003
Ein Nachbar wünscht mir frohe Feiertage. Ich haue ihm ein blaues Auge...
Habe kurz darauf selber eines. Der Freund der Azubine freute sich nicht
so sehr über den Behandlungserfolg seiner Freundin bei meinem kleinen
Schwellkörperproblem.






* Dreiundzwanzigster Dezember 2003
Die Polizei steht vor der Tür. Ich denke sie sind wegen des kleinen
Vorfalls im Supermarkt mit einem verkleideten Weihnachtsmann hier. Egal
was mit mir passiert, ER würde keinen Nachwuchs mehr zeugen. Sie drohen
die Tür einzutreten. Als Antwort schicke ich ihnen meinen lichterloh
brennenden Weihnachtsbaum den ich aus dem Badezimmerfenster im ersten
Stock fallen lasse. Ich hätte den Baum doch nicht schon im Wohnzimmer anzünden
sollen. Nun hat auch die Feuerwehr ein dringendes Bedürfnis meine
Wohnung von innen zu besichtigen. Ich sitze auf dem Dach und singe
Weihnachtslieder die nicht unbedingt für Kinderohren gedacht sind.

* Vierundzwanzigster Dezember 2003
Ich feiere Weihnachten mit Bob. Wir teilen uns unsere Zelle. Bob ist
sehr nett. Er mag mich. Er sagt er habe ein Geschenk für mich. Ich freue
mich schon, wenn ich es auspacken darf. Bob sagt, es ist etwas für jeden
Tag. Aber warum kommt der Weihnachtsmann mit dicken Sack und strammer
Rute?

_________________
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche
(Franz von Assisi)


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BeitragVerfasst: Do 5. Aug 2004, 18:41 
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Kratzbürste
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Registriert: Di 20. Jul 2004, 18:31
Beiträge: 5280
Wohnort: düsseldorf
was ich noch geil finde entspricht ja noch den tatsachen zum thema weihnacht: bei qvc gibt es jedes jahr am 24.07. ein 24 stunden weihnachtsspezial mit bäumen, christbaumschmuck, lichtern, kerzen, kostümen und selbstverständlich sämtlichen geschenken! und die sind immer alle weg nach den 24 stunden!
das macht mir angst!!!

_________________
Liebe Grüße
Mary



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BeitragVerfasst: Mo 23. Aug 2004, 22:50 
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Frechdachs

Registriert: Sa 21. Aug 2004, 23:26
Beiträge: 23
echt geil, der arme typ :lol:

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sei wie du bist und bleib dabei, denn niemand hat das recht dich zu ändern!!!

haltet stand söhne gondors, söhne rohans, meine brüder. an diesem tag kämpfen wir


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 Betreff des Beitrags: Das Weihnachtstagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Dez 2006, 01:06 
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Papa Schlumpf
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Bild Das Weihnachts-Tagebuch


Anfang September
Anlässlich einer Feier Knabbersachen auf die Tische gestellt. Ganz unverdächtig künden einige kleine Marzipanbrote das herannahende Fest der Feste an! "War'n Angebot", sagt meine Frau.OK, die Weihnachtssaison scheint offiziell eröffnet zu sein!


Letzte Septemberwoche
Schulkinder auf dem Heimweg singen "Oh Tannenbaum"! Der Herd der Inspiration ist schnell ermittelt: Der Tante-Emma-Laden an der Ecke hat einen Weihnachtsmann in der Tür stehen, der mit elektrischer, papageienartiger Stimme alle paar Minuten "Hohoho" gröhlt und dann das ehrwürdige Weihnachtslied lauthals verunglimpft.


Erste Oktoberwoche
Der Tante-Emma-Laden hat nachgerüstet. Alle Schaufenster sind nun mit romantischen und feuerversicherungstechnisch abgesegneten Elektrokerzen beheizt. Der 300 Meter weiter gelegene Supermarkt kann nicht anders und beginnt seinerseits mit der Weihnachtsaufrüstung.
Anheimelnde 40-cm-Plastikweihnachtsbäumchen (9,98 ) mit Mikrokerzlein (3,99 Aufpreis und wenigstens der Stecker ist VDE-geprüft!) in allen Farben stehen neben verschieden großen Adventskränzen (8,99 ) mit abgeknickten Wachskerzen herum und nähren das Verlangen nach dem Weihnachtsgebäck (3,98 ), das überall im Laden - selbst in der Waschmittelabteilung - auf Tischen mit roten Deckchen (7,98 ) mit Sternchenmuster (1,48 Aufpreis) ausgebreitet ist!


Zweite Oktoberwoche
Der Supermarkt veranstaltet eine Wunschzettel-Aktion für Kinder. Den Zettel dürfen sie in einen Kasten unter einer Plastiktanne einwerfen. Ein Mitarbeiter versucht ganztägig, die elektrischen Kerzen an diesem zum Leuchten zu überreden. Immerhin funktioniert aber der mechanische Weihnachtsmann in Lebensgröße, der unentwegt mit dem Kopf wackelt und ein Endlosband in seinem Inneren, das wohl einige Jährchen auf dem Buckel hat, krächzt eine Weihnachtsgeschichte. An der Kasse bekommen die Eltern den Wunschzettel ihres Sprösslings mit einem Weihnachtsgeschenk-Prospekt des Hauses in die Hand gedrückt. Es wird eben Zeit, an die Geschenke zu denken.


Dritte Oktoberwoche
Der Tante-Emma-Laden ist nun völlig auf Weihnachtstripp. Anstatt der schlicht weißen Brötchentüte bekomme ich ab sofort morgens eine rote mit Tannenmuster, die gnadenlos abfärbt, wenn die Tüte nass wird (rote Brötchen???). Der "Hohoho"-Weihnachtsmann sagt nichts mehr (Batterien leer?), aber im Laden dudeln unentwegt Weihnachtslieder und draußen sind 16°C. "Ist das nich'n bißchen früh?", frage ich, und werde von meiner Frau belehrt, dass ich ein Ignorant sei und die Innenstadt bereits dauerbeschallt werde.
Der Supermarkt wartet jetzt mit einer 6-Meter-Tanne auf dem Parkplatz auf, die mit mindestens 1000 E-Kerzen erleuchtet wird. Rund um den Baum herrschen 20°C wegen der Abwärme.
Gute Nachrichten: Alle Geschenke für die Kinder und die Verwandtschaft sind gekauft und verpackt - sagt meine Frau!


Vierte Oktoberwoche
Ich komme vom Einkaufen! Meine Frau hatte mich losgeschickt, letzte Weihnachtsgeschenke für die Verwandtschaft einzukaufen!
In den Fenstern der Nachbarhäuser stehen kleine beleuchtete Pyramiden (11,98 ). Wie kitschig! Und sieh mal da, die Schmidts! Die haben alle Fenster mit blinkenden Licherketten ausstaffiert. Ihre Rolläden sind allerdings geschlossen, weil das Geblinke wohl beim Fernsehgucken nervt. Ich stelle fest, dass das beknackt aussieht, und als ich mich umdrehe und unser Haus betrachte, sehe ich meine Frau, die gerade eine wild blinkende Weihnachtspyramide ins Küchenfenster stellt. Eines weiß ich aus Erfahrung: Jetzt bloß keinen Kommentar ablassen, sonst ist nicht stille Nacht, sondern "stille Woche"!
Aber als ich die Haustür öffnen will, fällt ein irre schwerer Stroh-Gips-Weihnachtsmannkopf von der Tür, weil der billige Saugnapf ihn nicht an der Scheibe festhalten kann. Ich bekomme die Schuld und darf ihn reparieren!
Ich hasse das!


Erste Novemberwoche
Das gesamte Haus ist rundum taghell von Lichterketten erleuchtet. Sämtliches Buschwerk im Vorgarten ist mit Lichternetzen überzogen, von denen ich jetzt schon weiß, dass ich sie im Januar nur mit einem Seitenschneider entfernen kann. 2 Lichterketten sind über, die ich gemäß Weisung meiner besseren Hälfte gefälligst in die große Tanne im Garten einzuflechten habe. Nebenbei wird mir mitgeteilt, dass ich mich beeilen müsste, denn nachher müssten noch "letzte" Weihnachtseinkäufe getätigt werden. Außerdem müsse ich noch den Stroh-Gips-Weihnachtsmannkopf reparieren, weil der ein paar Mal heruntergefallen ist.


Zweite Novemberwoche
Alles schläft, einsam wacht....Ich kann nicht schlafen, weil die wohnlichen und lichtdichten Übergardinen im Schlafzimmer spärlichen, aber weihnachtlichen Vorhängen gewichen sind und die gesamte Festbeleuchtung der Nachbarschaft durch deren Ritzen genau in meine Augen leuchtet. Wie ich auch daran ziehe und zerre, irgendein penetrant helles Kerzlein blendet!
Völlig übermüdet geht es am Samstag erneut zu letzten Weihnachtseinkäufen in die Innenstadt. Ich will den ganzen Kram übers Internet bestellen, aber "Frau" befindet, das sei unromatisch.
Am Nachmittag repariere ich dieses Scheiss-Stroh-Gips-Kopf-Dings und
befestige ihn mit sauteurem Spezialklebeband, während mein Weib mit weihnachtlich leuchtenden Augen merkürdige Weihnachtsgebilde in
Window-Colour-Technik kreiert.


Dritte Novemberwoche
Letzte Weihnachtseinkäufe! In der Innenstadt ist jeder Laternenmast, jeder Hydrant und jede Mülltonne mit Weihnachtsschmuck dekoriert und hell erleuchtet. Ach ja, im Gegensatz zum leuchtenden Innenstadt-Weihnachtsschmuck werden die Ampeln wie immer abends ausgeschaltet - die Stadt muss eben sparen, wo sie kann!
Die Leute benehmen sich bei ihren letzten Weihnachtseinkäufen irgendwie so gar nicht weihnachtlich. Alle im Stress! Und ich will nicht mehr!
Ach ja, ich kann wieder schlafen, Gott sei Dank! Das Schlafzimmerfenster ist nämlich jetzt mit Window-Colour-Bildern völlig zugepflastert, sodass kaum noch Elektrokerzenschein hindurchdringt.
Der Stroh-Gips-Weihnachtsmannkopf hat gehalten, aber ich ahne, dass die Sache einen Haken haben muss!


Ende November
Der Stroh-Gips-Weihnachtsmannkopf ist weg! Geklaut! Wer auch immer das war, ich bin ihm unendlich dankbar! Das würde ich aber nie offen zugeben! Also trauere ich mit meiner Frau, wohl wissend, dass es so ein Schwachsinnsteil nicht noch einmal zu kaufen gibt.
Die Haustürscheibe ist natürlich kaputt, weil das Spezial-Klebeband ganze Arbeit geleistet und die Acrylglasscheibe nun einen Riss hat.
Für wichtige letzte Weihnachtseinkäufe muss ich mir auf Weisung meiner Frau Urlaub nehmen! Selbst mein Arbeitgeber hat für diese Notlage Verständnis und genehmigt den Urlaub gegen meinen Willen!


Erster Dezember
Ich habe meine ökologische Nische gefunden! Im Radius von 2 Metern um meinen PC, rund um mein Bett und auf dem Lokus ist weihnachtsfreie Zone! Dafür darf meine Frau den Rest des Hauses schmücken, wie sie will.
Und so will auch ich mich nun der Vorweihnachtszeit nicht mehr verschließen und mache nun ein chronisch feierliches Gesicht, bis mich meine Frau fragt ob ich wieder Kopfschmerzen hätte.
Und wie!


Zweiter Dezember
Meine Frau hat einen sauschweren Stroh-Gips-Weihnachtsengel gefunden, den sie einfach haben musste.
Der hängt jetzt wieder mit einem Saugnapf an der Haustür.
Kurze Zeit später ist schlagartig dunkel im Haus! Die Sicherung ist rausgeflogen, weil Wasser in den VDE-geprüften, wetterfesten Trafo der Garten-Weihnachtsbeleuchtung eingedrungen ist.
Bei näherer Untersuchung stelle ich fest, dass das VDE-Zeichen nur für den Stecker gilt! Der Rest ist "Made in ..." irgendwas, das ich weder lesen und schon gar nicht aussprechen kann.
Bei dem Versuch, mich im Dunkeln nach draußen zu tasten, stolpere ich über etwas, das sich im Licht einer Taschenlampe als ein Stroh-Gips-Weihnachtsengel outet, der heruntergefallen ist. Den repariere ich später und es wird sich dann sicher auch noch eine neue Lichterkette mit VDE-geprüftem Trafo für den Außenbereich finden lassen.


:roll: 8) :wink:

Fortsetzung folgt

_________________
Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich. Joachim Ringelnatz
........................
Lerne zuhören, und Du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden. Platon

Gute Freundin: petri2
Tochter: Sinsiria
Schwestern: Catty moplue
Kinder: Animal-Fan Firen realmutze
Enkel: Denknach Engelfeuer Hellscorpion Kel Mary Waldfrucht

Pfandflaschenrückgabeautomatensystemtechniker


Zuletzt geändert von Reinhard am Sa 30. Dez 2006, 23:40, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 3. Dez 2006, 03:11 
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Danke, ihr habt mich erfolgreich daran erinnert, warum ich Weihnachten hasse. :wink:
Aber noch was zum erzaehlen:
Mich hat ein Australier gefragt, ob wir Weihnachten feiern in Deutschland und ich habe geantwortet: "ne, nur Ostern!" Und das hat der mir tatsaechlich abgenommen. Zwei Wochen spaeter habe ich ihm erklaert, dass das heissen wuerde, dass wir daran glauben, das Jesus gestorben ist, aber nicht geboren...

Und zur Wiehnachtsmusik: Die Eltern eines Freundes von mir besassen ein kleines Lebensmittelgeschaeft (sie haben es vor einem Monat verkauft) und er und ich haben das immer am Sonntag gefuehrt. Und weil es dort auch immer Musik gab, haben wir eben Sonntags auch Musik aufgelegt. Nur war das immer Metal. DAs hat die verschiedensten Reaktionen hrvorgerufen.

_________________
jetzt mit neuer Haarfarbe

heißgeliebter Ehemann: Dragonblade
Töchter: Frosch of Shadow, Fallenangel, Hexe, Cloy
Söhne: Panzer, Master Frederik, Ratefuchs


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BeitragVerfasst: So 3. Dez 2006, 12:59 
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Forum-Schutzdrache
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Wohnort: 127.0.0.1
damit ist auch klar warum sie den laden verkauft haben...

und zur geschichte: echt toll!
deswegen ist weihnachten ja auch so ein friedliches fest, weil alle dann viel zu fertig vom vorweihnachtsstress sind

_________________
Vereinigt euch ihr "statistischen Ausreißer"!
http://www.gamingisnotacrime.de

TEAM = Toll Ein Anderer Machts

while (not asleep) { sheep++; }

Keine Erklärungen: Deine Freunde brauchen sie nicht und deine Feinde würden dir doch nicht glauben

Das Leben ist ein scheiß Spiel, aber die Grafik ist geil!

Geliebte Ehefrau: Suesse


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Papa Schlumpf
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Wohnort: Lebbkoung-City
Bild Das Weihnachts-Tagebuch

Dritter Dezember
Eine Spam-Mail mit dem Absender "Vom Nikolaus" und dem Betreff "Es weihnachtet..." erinnert mich daran, dass heute schon der erste Advent ist!
Das ist das Aus für meine ökologische Nische, die ich mir so mühsam errungen hatte!

Gegen Nachmittag trudelt die Verwandtschaft zu Kaffee und Kuchen ein, und versammelt sich um unseren Adventskranz, auf dass das erste Lichtlein entzündet werde. Nur drei Sekunden hat's nach dem Anzünden gedauert, dann war der ausgetrocknete Kranz nur noch ein Haufen Asche.
Nur gut, dass noch genug Kaffee übrig war, um die Glut zu löschen.
Denn wenn Wachskerzen umfallen, dann grundsätzlich immer zum ungünstigsten Zeitpunkt!


:roll: 8) :wink:

Fortsetzung folgt

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Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich. Joachim Ringelnatz
........................
Lerne zuhören, und Du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden. Platon

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 Betreff des Beitrags: Das Weihnachtstagebuch
BeitragVerfasst: Mo 4. Dez 2006, 18:40 
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Papa Schlumpf
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Vierter Dezember
Die Brand- und Löschspuren des Vortags sind beseitigt und ein neuer Adventskranz soll im Rahmen der ?allerletzten? Weihnachtseinkäufe am heutigen Tage beschafft werden. Beim Einkauf des alten Kranzes hat meine Frau einen sauschweren Stroh-Gips-Weihnachtsengel gefunden, den sie einfach haben mußte. Der hängt jetzt mit einem Saugnapf an der Haustür.
Beim Verlassen des Hauses in aller Frühe ist alles gut ausgeleuchtet.
Trotzdem stolpere ich über dieses Stroh-Gips-Dings, das immer noch (oder schon wieder?) vor der Haustür liegt.
Ich kicke ihn elegant über den Zaun zu den Nachbarn ? welch? Genugtuung!

Ich darf wieder zur Arbeit. Klasse! Dort versteht man mich!
Beim Losfahren mit dem Auto schalte ich kein Licht ein, denn es ist ohnehin alles taghell erleuchtet. Und den grünen "Wunderbaum" am Innenspiegel werfe ich einfach aus dem Fenster.
Mein Büro hat sich seit meinem letzten Arbeitstag massiv verändert. Blickfang ist ein Weihnachtsbaum mit vielen, vielen Kerzen, die sich dermaßen in meinem Monitor spiegeln, das ich nichts mehr erkennen kann, egal welchen Blickwinkel ich wähle. Ausschalten kann man die Kerzen auch nicht und an den Stecker komme ich nicht heran, ohne die Einrichtung zu demontieren. Also schneide ich kurzerhand das Kabel durch und...brrzzl...mein PC ist aus. Auch nachdem der Elektriker die Sicherung gefunden hat fährt er nicht wieder hoch. Auch egal.
Mittags ruft meine Frau an. Der Stroh-Gips-Weihnachtsengel sei geklaut, aber ich solle mir keine Sorgen machen.
Sie müsse ohnehin noch in die Stadt für letzte Weihnachtseinkäufe und sie würde schon Ersatz finden.
Der Pessimist in mir befürchtet, dass sie recht hat.
Gegen 14:00 Uhr ist mein PC wieder einsatzbereit. Der Admin hat auch gleich einen Weihnachts-Bildschirmschoner
eingerichtet, der sich nach einminütigem Nichtstun mit animierten Weihnachtsbildern und "Here Comes Santa Claus" meldet.
Das macht unser Admin nicht für jeden, aber weil wir uns eben sympathisch sind...
Ich hasse den Kerl!

Wieder Zuhause! Ich bin allein, weil meine Frau wohl noch letzte Weihnachtseinkäufe tätigt. Sie taucht gerade auf, als ich
den Stroh-Gips-Rentierschlitten, der vor der Haustür am Boden liegt in Richtung Nachbar kicken will. Ich kann gerade noch
die Situation retten und so tun, als würde ich ihn gerade reparieren.
"Ist der nicht schön?" fragt sie erwartungsvoll und ich nicke und denke möglichst unauffällig: "Ja, schön! Unheimlich
schön!" Und gaaanz leise: "Schön doof!"
Meine Nachbarn haben jetzt auch so eine Stroh-Gips-Dingens an der Haustür. Einen... - Engel! Irgendwie scheint der schon
mal repariert worden zu sein, aber meine Nachbarin ist ganz hin und weg. "Der hat so was Feierliches!" sagt sie und ich
denke: "Warte ab, bis Dein Kerl nach Hause kommt und ihm der Scheiß vor die Füße fällt!"


:roll: 8) :wink:

Fortsetzung folgt

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BeitragVerfasst: Di 5. Dez 2006, 18:25 
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Spaßbombe
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@ Reinhard: Ist das dei Tagebuch? Ganz schön stressig, dein Leben... (wenn es denn deines ist ;) )

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I believe
Is a rare kind of happiness"
(Nightwish)


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 Betreff des Beitrags: Das Weihnachtstagebuch
BeitragVerfasst: Di 5. Dez 2006, 20:50 
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Papa Schlumpf
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Fünfter Dezember
Unser lokaler Radiosender spielt in Vier-Minuten-Intervallen abwechselnd "Jingle Bells" und "Jingle Bells". Ich kriege die Melodie einfach nicht mehr aus dem Kopf und ertappe mich bei der Arbeit mehrfach beim Mitsingen. Hoffentlich hat's keiner gehört! Es wurde gehört, und zwar zum ungünstigsten Zeitpunkt am ungünstigsten Ort von der ungünstigsten Person.
Mein Chef entscheidet ebenso spontan wie demokratisch, dass ich der Gesalbte sei. Nur ich könne den Weihnachtsmann auf der Weihnachtsfeier geben. Mein Widerspruch würde mich ehren, aber falsche Bescheidenheit sei unangebracht.
Ehre, wem Ehre gebührt.
Wieso ich? WIESO AUSGERECHNET ICH???

Den Spätnachmittag und den frühen Abend verbringe ich in meiner Hobbywerkstatt, während meine Frau noch letzte Weihnachtseinkäufe tätigt. Ich repariere den Stroh-Gips-Rentierschlitten. Nachdem ich den Preis dieser Stroh-Gips-Dinger erfahren habe und weiß, dass unser Supermarkt unendlichen Nachschub bereithält, ist der Gedanke an eine unbemerkte Entsorgung ein für alle mal vom Tisch.
Ich denke vielmehr über eine Vollkaskoversicherung nach!
Mein Nachbar hat Licht in der Werkstatt gesehen und besucht mich, wie so oft, auf ein Bier. Er erzählt mir von seinem Glück, dass er einen sauteuren Stroh-Gips-Weihnachtsengel hinterm Zaun gefunden habe. Der hänge jetzt an seiner Haustür und hätte so was Feierliches. Ich sehe seine Augen leuchten und er ahnt nicht, dass ich gerade innerlich unsere Freundschaft kündige.


:roll: 8) :wink:

Fortsetzung folgt

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 Betreff des Beitrags: Das Weihnachtstagebuch
BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2006, 19:46 
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Papa Schlumpf
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Sechster Dezember
Nikolaus! Als ich wie immer tatendurstig das Haus in Richtung Arbeitsplatz verlassen will, stolpere ich über etwas und
falle auf die Schnauze! Mein erster Verdacht gilt diesem beknackten, tausendmal geflickten Stroh-Gips-Rentierschlitten.
Aber der hängt immer noch da, wo er hingehört. Während ich mich aufrappele, höre ich von drinnen: "Liebling, sei vorsichtig!
Draußen stehen die Schuhe für den Nikolaus." Unnötig zu sagen, dass ich mitten in die Kleinigkeiten getreten bin, die man am Nikolaustag den "Kindern" so in die 8 Paar Schuhe zu stecken pflegt: Schokoladenweihnachtsmänner, Marzipanbrote, Tannenzapfen, MP3-Player, Videoschnittkarte, Handy, Druckerpatronen! Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als nach der Arbeit noch einmal letzte Weihnachtseinkäufe zu unternehmen, um für Ersatz zu sorgen.
Schon wieder letzte Weihnachtseinkäufe. Grrrmpf!

:roll: 8) :wink:

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BeitragVerfasst: Mi 6. Dez 2006, 19:50 
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Forums-Moppelchen
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Verrätst du, wieviele Episoden da noch von der Weihnachtsgeschichte kommen, Reinhard ? *Ich find die sooo lustig* :D

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