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Nürnberg (dpa/lby) - Wegen eines Hörschadens nach einem Rockkonzert der Gruppe ?Bon Jovi? in Nürnberg muss der Veranstalter einer Konzert-Besucherin 4000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Die Agentur muss außerdem für die Behandlungskosten und andere Schäden der jungen Frau aufkommen.
Das geht aus einem Zivilurteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth hervor. Die Klägerin hatte nach einem Open-Air-Konzert im September 2000 eine Innenohrschädigung samt Tinnitus erlitten. Sie habe daraufhin vier Wochen lang mit Infusionen behandelt werden müssen und sei in dieser Zeit arbeitsunfähig gewesen. Während des Konzerts hatte sie sich drei bis fünf Meter entfernt von einer Lautsprecherbox aufgehalten.
Nach Ansicht des Gerichts haben die Veranstalter nicht ausreichend dafür gesorgt, die Konzert-Lautstärke auf ein gesundheitlich verträgliches Maß zu begrenzen. Sie hätten die Beschallung allein dem Tontechniker der Gruppe überlassen, ?der aber auf Grund seiner Stellung als Lärmverursacher ... schon objektiv nicht geeignet war, die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen?, betont das Gericht.
Das Gericht hält es für erwiesen, dass die Hörschäden der Klägerin von der großen Lautstärke des Rockkonzerts verursacht wurden. Die Zivilkammer berief sich dabei auf einen Gutachter, der festgestellt hatte, die Symptome der Patientin seien eindeutig auf die ?Lärmbelästigung anlässlich des Konzertbesuchs? zurückzuführen. Eine andere Ursache kommt nach Ansicht des Experten nicht in Betracht.
Die verklagte Konzertagentur bestritt hingegen die angeblich gesundheitsschädigende Lautstärke während des ?Bon Jovi?-Auftritts. Zudem sei dafür nicht die verklagte Agentur, sondern allein der Tontechniker verantwortlich. Die junge Frau trage ein Mitverschulden. Schließlich habe sie sich selbst drei Stunden lang mit der von ihr als ?überlaut empfundenen Musik? beschallen lassen.
das ist doch lächerlich oder? die frau ist ja selber schuld wenn sie ohne ausreichenden gehörschutz auf ein konzert geht, wo bekanntlich ziemlich laute musik gespielt wird. ich war selber auf dem beschriebenen koinzert und 1. fand ichs nicht übertrieben laut (war aber auch ned direkt an der box gestanden - wie dumm muss man denn sein?!?) und 2. ist da jeder besucher meines erachtens selbst verantwortlich sich zu schützen oder nicht.