Die Probleme des weltweiten Hungers sind vielschichtig.
Zum einen sind die Klimaprobleme, die - verschärft durch die ständige Abholzung des Regenwaldes - zwischen Dürre und Überschwemmung pendeln, und eine vernünftige Anbauweise von nichttropischen Getreiden unmöglich machen. Wenn sich weltweit Firmen wie Monsanto auf saatgut Patente erteilen lassen, die eine Neuaussaat gentechnisch verhindern, so ist das m.E pervers. Einen Wissenschaftler zufolge könnte diese Erde zwölf Milliarden Menschen ernähren - gleiche Resourcenverteilung vorausgesetzt.
In diesen Problemkreis gehört auch die Verteilung des Wassers, um das es jetzt schon Streitigkeiten gibt, (Türkei staut den Tigris; siehe auch:
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.x ... s=Staudamm), die Verseuchung des Wassers (siehe China).
Irgendwann wird es zu Kriegen um Wasser kommen, nicht um Öl, das wage ich schon heute zu prophzeihen.
Desweiteren sind viele Probleme auch länderspezifisch sprich regimebedingt: Die herrschende Oberschicht schottet sich ab, scheffelt das Geld in die eigenen Tasche, unterstützt von Erpressung und Korruption.
Die Bildung, die das wichtigste sei, wie Tommi sagte, steht auf tönernen Füßen. Die wirkliche (und dünn gesäte) Elite wandert mangels Möglichkeiten ins Ausland ab und fehlt damit dem eigenen Land.
Oder wird schlimmstenfalls auch noch von irgendwelchen landeseigenen Fanatikern gemeuchelt.
40 Milliarden Dollar hat der Internationale Währungsfond den 19 ärmsten Ländern erlassen. Klingt toll! Angesichts aber von ca 1,2 Billiarden Schulden der Dritten und Vierten Welt ein eher lächerlicher Beitrag.
Hätten sie das Geld lieber in Projekte zur Selbsthilfe gesteckt - das wäre ein wahrhaft sinnvoller Beitrag gewesen...
Denn solange die "reichen Länder" - und damit meine ich die Länder, in denen immer noch Überfluss herrscht, also auch unseres! - nicht bereit zu teilen, solange wird sich nichts ändern.
Mein Vorschlag: Sucht euch eine zertifizierte Patenschaftsstiftung und unterstützt einen neuen Bruder, eine neue Schwester in einem armen Land!
Denn ein Fremder ist immer ein Freund, den man noch nicht kennengelernt hat...
Reinhard