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 Betreff des Beitrags: Re: Bücher (Empfehlungen)
BeitragVerfasst: Do 9. Sep 2010, 17:46 
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Spaßbremse
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Registriert: Di 23. Mär 2010, 09:04
Beiträge: 18
Obwohl mir schon absolut klar ist,dass die Hollywood-Verfilmung von Stieg Larssons Büchern nix werden kann.
Wie bitte soll Daniel Craig (!!!) jemanden wie Mikael Blomkvist darstellen?Das kann nicht funktionieren....beim besten Willen nicht.
Zudem habe ich die Befürchtung,dass dem Ganzen dann der nordische Charme verloren geht....den Darsteller Niqvist finde ich sehr passend.

aber On Topic:
Die Bücher von Sebastian Fitzek sind sehr spannend,auch wenn er sich zur Regel gemacht hat,dass sie niemals halbwegs gut enden....


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 Betreff des Beitrags: Re: Bücher (Empfehlungen)
BeitragVerfasst: So 12. Sep 2010, 19:26 
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Moderatorenkatze
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Registriert: Fr 14. Mai 2004, 21:45
Beiträge: 10764
Wohnort: am A... der Welt
Fitzek... ich glaub "Der Seelenbrecher" war von dem...?
Ich bin da etwas zwiegespalten. Es war auf jeden Fall spannend, irgendwie
ne Mischung aus King und Koontz als Psychothriller aufbereitet. War zwar kein Fehler es zu lesen, aber mir
ehrlich gesagt etwas zu flach. Glaub nicht, dass mir so schnell nochwas von dem hole.

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In ewiger Zuneigung & Liebe stolze Stute im Gestüt meines göttlichen Macho-Moderators Tommihasi.
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 Betreff des Beitrags: Re: Bücher (Empfehlungen)
BeitragVerfasst: Di 14. Sep 2010, 07:15 
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Spaßbremse
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Registriert: Di 23. Mär 2010, 09:04
Beiträge: 18
Wer es gerne etwas....."gefärbter vom roten Lebenssaft" mag, dem kann ich die Bücher von Cody McFadyen empfehlen. Ich lese gerade "Blutlinie".


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 Betreff des Beitrags: Re: Bücher (Empfehlungen)
BeitragVerfasst: So 7. Nov 2010, 16:17 
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Joker
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 20:20
Beiträge: 780
Also was ich noch ganz gut fand, waren die Bände "Der Schattengänger" und "Der Scherbensammler", von ..öhm...*schnell mal google*... Monika Feth.

Sind eher so "Thriller", steht zumindest mal auf den Büchern, aber eigentlich eher so harmlos..sind halt Jugendbücher, aber spannend geschrieben auf jeden Fall!

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 Betreff des Beitrags: Re: Bücher (Empfehlungen)
BeitragVerfasst: Mi 30. Mär 2011, 06:14 
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Frechdachs

Registriert: Mo 21. Mär 2011, 04:37
Beiträge: 41
Tucholskys erste Ehefrau Else Weil - Die kluge Flüsterin

Else Weil war das Vorbild für die Claire in „Rheinsberg“ – jetzt würdigt eine Ausstellung Kurt Tucholskys erste Ehefrau.



Er hat sein Möglichstes getan, die Spuren zu verwischen. „Natürlich ist die Geschichte von ,Rheinsberg’ wahr. Auch die Claire existiert noch. Sie lebt als eine wacklige, etwas tropfnasige Alte in Ducherow, unweit Pasewalk, wo sie neugierigen Fremden vom Ratshauskastellan gegen ein Entgelt von 25 Pfennigen gezeigt wird; vormittags von elf bis eins und nachmittags von drei bis fünf. Sonntags ist sie zu“, schrieb Kurt Tucholsky 1921 über die Protagonistin seines ersten, 1912 erschienenen Romans „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte.“ Die Wahrheit ist: Claire lebte tatsächlich. Sie war 1921 jedoch keine wacklige Alte, sondern im Gegenteil Kurt Tucholskys junge, sehr lebendige Ehefrau Else Weil.

Dieser Else hat das Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg nun eine Kabinettausstellung gewidmet, die das Ergebnis fast detektivischer Recherchen ist. Denn über Else Weil, die erste Ehefrau Kurt Tucholskys, war lange Zeit nicht sehr viel mehr bekannt, als dass sie als eine der ersten Frauen in Berlin Medizin studierte, 1938 Deutschland verlassen hat und 1942 nach Auschwitz deportiert worden ist. Es gab keine Bilder, Briefe oder Dokumente von ihr. Überlebt hatte nur Tucholskys literarische Claire, die zauberhaft lebenslustige junge Medizinerin, die sich mit ihrem Freund Wolf ein unbeschwertes Liebeswochenende in Rheinsberg gönnt und die so viel ihres Wesens offenbar dem realen Vorbild Else verdankt: „Dies infantile Schlafzimmer-Gealber, das er phonetisch waschecht aufnotiert hat, das hatte Pimbusch ihm eingeflüstert – seine erste Frau, die Kinderärztin Frau Dr. Weil“, schrieb Walter Mehring 1985.
Und ihre Freundin, die Journalistin Gabriele Tergit, schreibt 1983 in ihren Memoiren: „Seine bezaubernde erste Frau, eine Ärztin, hat Tucholskys Sprache in ,Rheinsberg’ erfunden. Diese sehr junge Ärztin verreiste mit einem Gleichaltrigen. Das war eine neue Welt. Da wurde eine Tür geöffnet. Es waren ,Die Leiden des jungen Werther’ für die Generation, die in den Weltkrieg zog. Wir alle gaben es unseren Jungs in den Krieg mit.“
Das Glück half weiter: 1997 trug sich eine Besucherin ins Gästebuch des kleinen Rheinsberger Museums ein – mit dem schlichten Schriftzug „G. Weil, London“. Recherchen über Auslandsauskunft und das Londoner Telefonbuch brachten heraus, dass es sich um Gabriele Weil handelt, die inzwischen 80-jährige Nichte von Else Weil. Sie überließ dem Literaturmuseum eine Vielzahl von Fotos und Dokumenten: den Prenzlauer Bürgerbrief von Elses Urgroßvater Salomon Reis Krausheim, das Gymnasial-Abgangszeugnis von Vater Siegmund Weil, Elses Inauguraldissertation über die „Kasuistik des induzierten Irreseins“ und einen Brief an ihren Bruder Kurt aus Aix-en-Provence. Vor allem aber Fotos: die kleine Else, ganz brave Tochter im Matrosenkleid, die junge Medizinstudentin mit ernstem, klaren Blick, ausgelassene Berliner Freunde aus der Zeit, als Else Weil längst wieder von Kurt Tucholsky geschieden war, und ein Bild ihrer letzten Liebe Friedrich Epstein, mit dem sie bis zu ihrer Deportation in Frankreich zusammenlebte.
„Fragmente eines deutsch-jüdischen Lebenswegs“ haben die Kuratoren Peter Böthig und Alexandra Brach die Ausstellung genannt. Weil noch viele Fragen offenbleiben. Weil man gern noch mehr wüsste über diese Frau, die in einer restriktiven Zeit emanzipiert handelte, als eine der ersten Studentinnen, als selbstständige Ärztin – und als unbekümmert gegen die Konvention Liebende. Kurt Tucholsky, der sie 1924 recht schmählich verließ und das später bereute, nannte sie „die klügste Frau, die ich kennengelernt habe. Ich war ein bisschen mit ihr verheiratet.“
Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg, bis 13. Februar, Info: http://www.tucholsky-museum.de

wenn du zeit hast, werde ich dir dieses buch empfehlen~


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