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Ich bin ja alles andere als abergläubisch, aber wenn ich es wäre, würde ich wohl nach dem gestrigen Tag nie mehr an einem Freitag, dem 13. Auto fahren...
Als ich abends zur Arbeit fuhr, da kam plötzlich aus einer Einfahrt (schön versteckt hinter Büschen) ein kleiner Junge auf seinem Fahrrad, direkt vor mein Auto. Es ging alles so furchtbar schnell, ich hab ihn erst gesehen, als er schon vor mir war!
Trotz Vollbremsung hab ich ihn natürlich genau erwischt, und ich werde wohl nie vergessen, wie er zuerst auf meine Motorhaube und danach auf die Strasse spickte...
Nach dem ersten Schock und Gedanken, welche von "mein Gott, ich habe ein Kind angefahren!" bis "Verflixt, jetzt komm ich zu spät zur Arbeit!" reichten, waren auch schon die ersten Nachbarn des Jungen hier und kümmerten sich um ihn, so dass ich die Polizei rufen konnte.
Es stellte sich zum Glück heraus, dass er nur ein paar Kratzer hatte (Gott sei Dank bin ich nicht so schnell gefahren, und er trug einen Fahrradhelm) aber ich habe jetzt noch zittrige Knie, wenn ich daran denke, und ein furchtbar schlechtes Gewissen.
Die Eltern machten mir zum Glück keine Vorwürfe (sie hatten ihrem Kind wohl schon öfters gesagt, er solle nicht einfach so auf die Strasse laufen) und auch die Polizei war der Meinung, ich hätte nicht viel tun können, um den Unfall zu vermeiden...
Trotzdem hätte ich besser aufpassen sollen! Ich hab zu wenig auf die Kreidespuren auf der Strasse geachtet, was ein sicheres Indiz dafür ist, dass hier kleine Kinder spielen. Oder ich hätte auch so vorsichtiger sein sollen, aber im Nachhinein ist man ja immer klüger...
Wenn ich mich jetzt schon so schrecklich fühle, wie muss das erst sein, wenn wirklich etwas Schlimmes passiert? Ich möchte das auf gar keinen Fall erfahren!
Der Unfall hat alle etwas wachgerüttelt: Ich werde wohl in Zukunft noch vorsichtiger in bewohnten Gegenden Auto fahren (und zur Arbeit mit dem Bus), und für die spielenden Kinder wird es auch eine gute Lehre sein...
_________________ Auch Müll im Kopf ist Umweltverschmutzung
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