Diese Argumentation ist absolut nicht stichhaltig.
1. Nicht der Benutzer entfernt das Programm, sondern die Software des Antiviren-Programms. Viele Benutzer wissen in den seltesten Fällen, was denn da genau entfernt wird/wurde.
2. Der Nutzer eines PCs bestimmt, welche Programme auf seinem Rechner laufen, und welche nicht. Ein "Abschuss" im Taskmanager oder die Verhinderung des Mitstartens durch z. B. Eingriff in die Registry kann wohl kaum als strafbare Handlung hingestellt werden.
Vor allem dann nicht, wenn 3. gilt:
3. Wenn meine CD/DVD-Laufwerke leer sind, was soll dann "raubkopiert" werden? Damit darf dann wohl wohl ein Programm, das jetzt zu nichts mehr nütze ist, entfernt werden.
Noch einige persönliche Anmerkung zum Hase-Igel-Spiel, das die Musikindustrie mit ihren Kunden treibt:
Wer illegale Kopien herstellt und vertreibt, handelt ohne Zweifel illegal und macht sich strafbar.
Wer eine CD kauft, will sie (als bezahltes Original!) hören wo er will.
Die Gängelei, die aber hier von der MI betrieben wird ist nicht nur ärgerlich, sondern schlicht überflüssig. (Die "Profis" der Illegal-Kopierer kringeln sich vermutlich ob solcher Versuche.)
Alle Kunden aber quasi "an den Pranger zu stellen", anzunehmen, sie könnten ja alle potentielle Straftäter sein, ist wohl mehr als übertrieben.
Reinhard
