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Wer hat die beste Geschichte geschrieben?
Grimmi 3%  3%  [ 1 ]
Chilly 5%  5%  [ 2 ]
moplue 5%  5%  [ 2 ]
troubadix 33%  33%  [ 13 ]
Alfi 13%  13%  [ 5 ]
schuhm4 5%  5%  [ 2 ]
denknach 21%  21%  [ 8 ]
Reinhard 3%  3%  [ 1 ]
Sweetspeedy 3%  3%  [ 1 ]
Ratefuchs 10%  10%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt : 39
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 Betreff des Beitrags: Kreativwettbewerb Teil2 [Geschichten]
BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 16:52 
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Moderatorin - Unser Nesthäkchen
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Registriert: So 9. Mai 2004, 11:43
Beiträge: 3329
Wohnort: Oldenburg
So, dann fangt mal an zu posten. Bis Mittwoch habt ihr noch Zeit. ;)

Die Umfrage wird am Mittwoch nachträglich hinzugefügt.

Möge der Beste/ die Beste gewinnen. :D

Ich habe die Umfrage mal gestartet...
Bin echt gespannt...
Wünsche allen viel Glück und Erfolg

gez. Engelfeuer

_________________
My Memory is pretty Good,
But my Forgetter is even Better

In unendlicher Liebe in der Polygamie vereint mit meinem Göttergatten Tommischnucki
und meinen angebeteten Ehefrauen Denknachschatzi und Cattybaby! Bild


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 16:59 
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Kind Aenarions
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Registriert: Mi 22. Jun 2005, 16:46
Beiträge: 2898
Wohnort: Dülmen
Also, hier kommt meine Geschichte. Ich fände es gut, wenn die anderen nicht bei irgendwem abschauen würden, ich werde es auch nicht tun. Sorry, das klang arrogant :oops: .

Fatima lag im Halbdunkeln. Ihr zerschundener Körper lag unter einer schlichten, weißen Bettdecke und ihr buntes Kopfkissen war feucht von ihren Tränen.
Tränen der Trauer.
Tränen des Verlusts.
Mit einem leisen Wimmern zwang sie, sich an die schlimmen Ereignisse des Tages zu erinnern.

Sie sah sich durch die stadt gehen; eine Einkaufstasche in jeder Hand. Sie bog in eine Gasse ein. Gesprächsfetzen drangen zu ihr. Einige Kinder sahen zu ihrem Kopftuch und tuschelten leise. Kichernd sahen sie ihr nach. Aber Fatima war das alles gewöhnt.
Bis sie in die Clementinen-Straße einbog.
Vor ihr, neben einer Drogerie, stand eine Gruppe Heranwachsender, schätzungsweise zwischen 17 und 22.
Fatima zuckte zusammen, als sie die kahl rasierten Köpfe und die schwarzen Stiefel sah. Sie versuchte möglichst unauffällig auf der anderen Bordsteinkante weiterzugehen, ohne dass ihr etwas geschah.
Doch als sie schon fast ž des Weges zurückgelegt hatte, hörte sie die Worte, die ihr Leben für immer verändern würden.
?Ey, Jungs?schaut mal da! Wieder eine von diesen Außländer-Schlampen!?
Ein zweiter rief: ?Ja, die kapieren wohl nicht, dass sie sich aus unserem Land verpissen sollen!?
In Panik geraten lief Fatima los und versuchte den offensichtlich angetrunkenen Skinheads zu entkommen.
Doch schon nach kurzer Zeit hatten die Skinheads sie eingeholt, stießen sie nieder und schlugen und traten auf sie ein. Die Türkin schrie gellend auf, doch niemand kam ihr zu Hilfe.
Die Passanten hielten nur an du schüttelten den Kopf.
Als sie schon der Ohnmacht nahe war, hörte sie noch einen ihrer Peiniger rufen.
?Das hat sie jetzt davon, die fette Hure?
Fett? Ja, Fatima war schwanger gewesen, die Ärzte hatten, nachdem sie im Krankenhaus eingeliefert worden war, diagnostiziert, dass ihr Baby tot war. Unter unerträglichen Qualen hatte sie miterleben müssen, wie es tot geborgen wurde und ihre Wunden versorgt wurden.


Jetzt lag sie da und konnte es immer noch nicht fassen. Ihr zukünftiges Kind, ihr Ein und Alles war tot, bevor es das Licht der Welt erblickt hatte und sie lag zerschunden im Krankenhaus.
Die Patientin neben ihr rührte sich.
Eine Lampe blinkte. Im Gang hörte sie die Schwestern hin und her huschen. Leise stand sie auf, ging zum Fenster, öffnete es und trat auf den Balkon hinaus.
Bald werde ich bei dir sein, mein Sohn,dachte sie.
Dann sprang sie und war von allen Qualen erlöst.

PS: Man sollte noch bemerken, dass dies ein abschreckender Text sein soll und ich nichts gegen Ausländer habe.

_________________
17% aller Amokläufer spielen Counter-Strike.
100% aller Amokläufer essen Brot.

VERBIETET DAS BROT!!


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BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 17:31 
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Nachwuchsautorin
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Registriert: Mo 9. Mai 2005, 13:07
Beiträge: 1904
Der Verlust

? Samira??
Fenja legte mir die Hand auf die Schulter. ?Bist du sicher, dass du das durchstehst?? Ich lächelte sie kühl an. ?Wie meinst du das?? Sie zögerte kurz. ?Ich meine?er war immerhin dein Freund?ihr wart verlobt, ihr wolltet heiraten! Und dann dieser grässliche Unfall?und ich dachte, dass das alles bestimmt nicht leicht für dich ist!? Ihre Stimmt brach.
Ja, dachte ich verbittert, aber weißt du auch, wie schwer es für mich ist?
?Und ich verstehe auch nicht?na ja?du hattest ihn gebeten an dem Tag zuhause zu bleiben. Und hätte er auf dich gehört, wäre er nicht so stur zu diesem?diesem Vorstellungsgespräch gegangen, dann wäre er noch am Leben!? Fenjas Stimme klang aufgeregt und erhitzt.
Wie schön, dass es dir auch so Leid tut, Fenja. Doch niemandem tut es so Leid wie mir, dachte ich.
Ich hörte nur noch halbherzig zu. Musste sie denn jetzt noch einmal alles breittreten, noch einmal jedes Detail besprechen?
Er war tot, und das reichte mir.
Tot.
Und er würde nie wieder zurückkommen, mich nie wieder in seine Arme schließen .Er war nicht mehr mein Verlobter Alex, er war tot.
Es war der schlimmste Tag in meinem Leben gewesen, als die Polizeibeamten an der Tür unserer kleinen Wohnung geklingelt hatten und mir mitgeteilt hatten, dass etwas Grausames passiert sei.
Ich erinnerte mich nur noch an Bruchstücke von dem, was sie gesagt hatten. ?Ihr Verlobter?ein Unfall?der Bus?zusammengestoßen?er hatte keine Chance...? Ich war heulend ins Bad gerannt, hatte vermutlich noch gar nicht begriffen, was das bedeutete?
Vermutlich war es mir erst richtig bewusst geworden, als ich am nächsten Tag aufgewacht war und neben mir nicht wie sonst Alex, friedlich schlafend, vorgefunden hatte, sondern nur eine unbenutzte Betthälfte.
All diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, als Fenja und ich durch den Nieselregen zur Beerdigung gingen?zu Fuß, um den Kopf etwas frei zu kriegen.

?Fenja?? wandte ich mich plötzlich an meine inzwischen verstummte Freundin. ?Ja, was ist?? fragte Fenja. Verstohlen wischte sie sich die Tränen aus den Augenwinkeln.
?Fenja?denkst du er kann uns sehen? Und denkst du, er will, dass ich stark bleibe und mein Leben weiter lebe? Denkst du, das ist es, was er will??
Fenja blieb abrupt stehen. Sie schwieg einen Augenblick. ?Ich weiß nicht, Samira. Ich würde dir gerne sagen, dass ich sicher bin, dass er will, dass du nicht um ihn weinst und dass du dein Leben wieder genießen kannst, aber ich weiß es nicht. Wer weiß schon, was er gewollt hätte??
Ich blickte kurz zum Himmel hoch.
?Ob er da oben wohl sitzt und uns beobachtet? Und?ob er mich vermisst???
Fenja schaute mich einen Augenblick an, dann füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie umarmte mich, leise schluchzend.

Seltsamerweise konnte ich nicht mehr weinen. Ich streichelte ihr über den Rücken und dachte an Alex, an den Ehering, den er mir noch vor einer Woche stolz gezeigt hatte und an seine Vorfreude auf die Hochzeit. Und ich dachte daran, was wäre, wenn er nicht gestorben wäre. Hätten wir dann glücklich bis ans Ende unserer Tage gelebt?
Der Gedanke daran tat mir weh.
Ich löste mich von Fenja, dann wandte ich mich ab und stampfte weiter durch den Regen, auf den Friedhof zu, ohne weiter auf Fenja zu achten.

Ich stand vor seinem noch offenen Grab, dazu bestimmt, eine Rede zu halten.
Ich fühlte, ich konnte jetzt nicht frei reden, nicht vor all diesen Leuten, die ihn genauso wie ich geliebt hatten.
Also zitierte ich nur ein Gedicht, das er für mich geschrieben hatte.
?Ich liebe dich.
Du bist mein Licht.
Du bist mein Wasser.
Du bist Alles, was ich habe.
Und ohne alles kann ich nicht leben.
Und ohne dich will ich nicht leben.?

Dann wandte ich mich ab.
Ich wollte nicht, das man meine Tränen sah.


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BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 17:54 
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Forums-Moppelchen
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Registriert: Mi 26. Jan 2005, 17:10
Beiträge: 13886
Wohnort: auf'm Dorf
Es war Montagmorgen, ich saß gelangweilt und immer noch müde vom vergangenen Wochenende an meinem Schreibtisch, als das Telefon ein müdes Klingeln von sich gab. Nachdem ich sekundenlang mit mir gekämpft hatte, nahm ich den Hörer ab und hörte ein trauriges, verzweifeltes Schluchzen. Ich war verwirrt, es wurde keine Nummer auf dem Display angezeigt ? daher wusste ich nicht, wer da am anderen Ende so erbarmungswürdig in das Telefon schluchzte. War es jemand von der Familie, der mir vor lauter Tränen nicht mitteilen konnte, das irgendwas Schlimmes mit Irgendjemandem passiert war?

Ich versuchte vorsichtig und sehr einfühlsam, auf den Anrufer einzuwirken und fragte vorsichtig: ?Wer ist denn da? Was ist denn los?? Die Person am anderen Ende des Telefonkabels gab noch ein lautes Schluchzen von sich und legte klappernd den Hörer auf. Ich begann, mir ernsthaft Sorgen zu machen. Ich rief meinen Mann an, danach die Freunde und dann die Schwiegereltern. Niemand hatte bei mir angerufen oder konnte mir evtl. eine Erklärung dafür geben, warum dort jemand so sehr verzweifelt bei mir hätte anrufen sollen. Ich sprach mit meiner Kollegin über diesen verwirrenden Anruf und wir malten uns die wildesten Dinge aus, die dort passiert sein konnten. Vorsichtshalber fragte ich bei der Polizei nebenan nach, ob die dort irgendwelche Erkenntnisse über komische Vorgänge oder Gewalttaten oder ähnliches hatten. Aber auch von dort kam nur ein: ?Nein, wir wissen von Nichts!? Verdammt noch mal, ich wollte der Person doch helfen? Nach einer nervösen Zigarette setze ich mich wieder an meinen Schreibtisch ? dieser Anruf ging mir nicht aus dem Kopf.

Minuten später, ich war gerade damit beschäftigt, meine Spam-Mails vom Rechner zu löschen, klingelte das Telefon wieder. Wieder keine Nummernanzeige ! Zögernd nahm ich den Hörer ab und meldete mich. Das Schluchzen war wieder am anderen Ende zu hören. Aber es war schon etwas leiser und ruhiger geworden. Ich atmete tief durch und fragte, so einfühlsam es mir möglich war (denn ich war innerlich total aufgewühlt und wusste nicht, ob ich mich in dem Moment richtig verhalte): ?Bitte, sagen Sie mir doch, wer dort am Telefon ist und wie ich Ihnen helfen kann. Hören Sie doch bitte auf zu weinen. Ich will Ihnen doch helfen!? Nachdem ein paar Schluchzer verklungen waren, kam mit leiser, schniefender Stimme: ?Ich weiß nicht, ob Sie mir helfen können, es ist alles aus!?

Oh Gott, es war schlimmer, als ich gedacht hatte. Diese Person war so nah am Rande des Abgrunds ? was konnte ich tun? Ich dachte mir nur, das ich diese Person so lange am Telefon halten musste, wie es mir möglich war, um vielleicht irgendwelche Informationen aus ihr heraus zu kriegen, die mit helfen würden, zu erkennen, wer dort am Telefon war und evtl. Hilfe zu schicken. Daher sprach ich mit sehr sanfter Stimme: ?Bitte nicht so verzweifelt sein, es gibt immer Auswege und Möglichkeiten aus allen Situationen des Lebens. Wollen Sie mir nicht sagen, was los ist.? Jetzt hörte ich durch den Hörer ein lautes Schnäuzen und ein tiefes Durchatmen. Eine Stimme, etwas ruhiger schon, sagte: ?Mein Mann gibt mir die Schuld an allem! Aber ich kann wirklich nichts dafür!? Oh je, Oh je, Oh je ? eine Beziehungskiste.

Gerade als ich zu einer Antwort ansetzen wollte, sprach die Person am anderen Ende weiter: ?Wir wollten doch zusammen in Urlaub fliegen morgen, nun ist alles aus.? Ich wartete ab, die Person klang so, als wenn sie sich langsam öffnet und jetzt alles erklärt. ?Ich habe sie doch nur mit in der Handtasche zum Einkaufen genommen ? sie wissen schon, wir brauchten noch Shampoo und Duschgel ? als ich mich umdrehte, waren sie mitsamt der Tasche weg!? Langsam dämmerte es durch den dichten Neben in meinem Hirn. Diese Frau sprach von keiner Beziehungskiste.

?Jetzt sind unsere Pässe weg und wir können morgen nicht in den Urlaub!? Mir fiel ein Riesenstein vom Herzen und ich konnte (doch sehr erleichtert) antworten: ?Dieser Verlust ist doch nicht ganz so dramatisch, kommen sie doch einfach mit ihrem Mann hier bei mir vorbei, bringen sie ein Bild mit und dann stelle ich Ihnen einen vorläufigen Reisepass aus und sie können morgen in Urlaub fliegen.? Schlagartig hörte das letzte leise Schluchzen auf und sie fragte vorsichtig: ?Wirklich, das geht? Dann werde ich gleich die Bilder machen lassen und heute noch bei Ihnen vorbeikommen! Bis gleich.?

Glücklich, einer mir unbekannten Person geholfen zu haben, legte ich den Hörer auf.

_________________
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schnurrende Schwester : Catty
große (echte) Schwester : Petri 2
kleiner Bruder : Soref
großer Bruder : Reinhard


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BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 20:11 
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Spaßbombe
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Registriert: Fr 18. Feb 2005, 21:06
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Wohnort: ::1/128
Der Verlust, eine Geschichte erzählt
(home edition)

Hallo! Wer ich bin? Ich bin eine Geschichte. Mein Autor hat sich gedacht er müsse an einem Kreativitätswettbewerb teilnehmen. Und darum hatt er mich mal eben, an einem Samstagnachmittag, in ein OpenOffice-Dokument gehackt. Und wenn ihr mich fragt, er hätte es besser bleiben lassen. Aber er musste unbedingt beweisen das er schreiben kann, und quälte deswegen seine Tastatur. Und ich bin jetzt die, die damit leben muss. Ich könnte wetten das ich neben Massen an Rechtschreibfehlern, auch noch irre viele Kommafehler, habe. Vielen Dank, du lausiger Quackschreiber.
Wie ich heiße wollt ihr wissen? Ich heiße „Der Verlust“, und allein die Tatsache sollte doch genügen den Mangel an Kreativität der hier herrscht zu beweisen, oder? Schließlich war das auch das Thema zum Wettbewerb. Ich hätt mich ja anders genannt. Wie ich mich genannt hätte? Ist das nicht egal? Irgendwas lustiges wäre doch toll, aber nee, dieser Schreiberling muss schon in der Überschrift tiefsinnig depressiv werden, und dazu noch total langweilig.
Worüber ich handle wollt ihr wissen? Meint ihr nicht das ihr langsam etwas zu persönlich werdet? Ich meine ihr erzählt doch auch nicht jedem sofort was ihr in eurem Leben bisher so angestellt habt, oder? Ach ihr wollt mich bewerten! Dann müsst ihr armen Schweine mich ja auch noch lesen. Passt mal auf, ich hab da einen besseren Vorschlag für euch. Es stimmen einfach so ein oder zwei von euch für mich. Dann denken alle ihr hättet mich gelesen, und mein Autor ist nicht so enttäuscht weil keiner für den Mist stimmt den er so verzapft. Überhaupt, statt mich zu lesen, schaut doch lieber fern, das ist auch nicht so anstrengend. Also ich für mein Teil wär ja viel lieber ein Film, einer wo ganz viele Leute erschossen werden, um die es aber nicht schade ist solange der Held die hübsche blonde Frau kriegt. Aber ich bin ja nur eine dumme kleine Geschichte die mal eben an einem Samstagnachmittag auf die Tastatur gehämmert wurde.
Ja, Ja, ich komm ja zum Thema zurück. Aber mal ehrlich, ihr werdet mich nicht lesen wollen, sowas wie mich könnt ihr alle Tage irgendwo lesen, nur besser geschrieben. Ok, Ok, ihr wollt es also trotzdem wissen. Ich verrat's euch. Aber auf eure Verantwortung.
Also ich handle von einem Typen der Abends durch die nebligen Straßen einer süddeutschen Stadt läuft. Er hat die Hände in den Taschen und stapft durch den Nebel ohne nach links und rechts zu blicken, und denkt über sich und sein Leben nach, was ihn ziemlich deprimiert.
Nun mal ehrlich, wollt ihr sowas lesen? Er hätte mal lieber etwas amüsantes schreiben sollen. Die Leute wollen unterhalten werden. Aber ne, ich muss euch hier mit solchem Zeug belasten. Und dann noch diese Hauptperson, hat nicht mal nen Namen bekommen. Sogar die Typen die in Star Trek nach einem Satz von ihrer Konsole geröstet werden bekommen nen Namen, nur meine Hauptperson nicht. Echt, manchmal wünschte ich, ich wär ne richtige Geschichte.
Aber ich mach mal weiter.
Also dieser Typ kommt an eine hohe Brücke, unter der ein reißender Fluß strömt, und der Typ steht am Geländer, der Wind zerzaust sein Haar, und er denkt: „Jetzt einfach loslassen, die Beine übers Geländer und loslassen, und fallen, und dann nie wieder Schmerz. Ich hab genug.“ Und dann denkt er darüber nach für wen er überhaupt noch lebt, und es will ihm keiner einfallen. Bei einigen denkt er sich, dass die vielleicht noch ein wenig über ihn trauern würden, aber keiner ist unersetzbar, oder? Und dann setzt er sich aufs Geländer, und er weint und starrt in die reißende Strömung. Und er möchte jemandem die Schuld an allem geben. Aber er ist ja an allem selbst Schuld. Und er wünscht sich jemanden der vorbei kommt und ihn festhält, vielleicht jemand der er gerne hat, oder einfach nur jemand der ihm sagt das er nicht unnütz ist. Aber es kommt keiner, und so ist er allein. Und er denkt, dass alle allein sein müssen. Die ganze Welt, alle sind allein. Und er überlegt ob er irgendwann mal für jemanden wichtig war, aber es fällt ihm keiner ein. Und er fragt sich was er falsch gemacht ein. Und er weiß das er alles falsch gemacht hat. Das er auch wenn er gut in der Schule war, und auch wenn er immer ein paar Freunde hatte mit denen er viel Spaß hatte, doch immer alleine war. Das er einfach durch jemand besseren zu ersetzten ist. Das ihn deswegen seine letzte Freundin verlassen hat. Das es egal ist ob es ihn gibt oder nicht. Und das er dann doch lieber nicht ist. Er lächelt sarkastisch über sein gedankliches Wortspiel das ihn an das Shakespearzitat „to be, or not to be“ erinnert. Und er denkt sich das doch nichts einen Sinn ergibt. Das sein Studium sinnlos ist, das seine Freunde ihn nicht brauchen und einen anderen anstatt seiner finden werden. Es wäre kein Verlust wenn es ihn nicht gäbe, nach ein paar Wochen wäre er vergessen.
So denkt er.
Und dann lässt er los, und fällt. Und dann, als er fällt erinnert er sich an das süße Mädchen das heute neben ihm in der Vorlesung saß und immer mal zu ihm rüber geschielt hat, und wenn er hin geschaut hat, hat sie gelächelt. Und in der Vorlesungspause hat sie ihn gefragt ob er ihr was erklären kann, und er hat es gekonnt, und sie war froh das er ihr geholfen hat. Und nach der Vorlesung wollte sie mit ihm einen Kaffee trinken, doch er hatte keine Zeit. Aber nächste Woche hätte er nach der Vorlesung Zeit gehabt um mit ihr einen Kaffee zu trinken. Und bestimmt hätte sie es gewollt.
Dann schlägt er auf dem Wasser auf, und da er von sehr weit oben gefallen ist, bricht er sich beim Aufprall das Genick.


So das ist was der Schreiberling in mich rein geschrieben hat. Und ich hasse mich selbst dafür das ich soviel Schwachsinn in mir vereinen muss. Aber leider habe ich als Geschichte keinen Einfluss darauf was in mir steht. Überhaupt kann ich bei nichts mitbestimmen. Nur die Leute die mich lesen, müssen mit dem klar kommen was in mir steht. Ich meine einen gute Geschichte sollte doch dem Leser wenigstens irgendwas vermitteln oder? Ich meine, wenn sie schon nicht unterhaltsam ist, dann kann sie doch wenigstens dem Leser bei seinen Lebensproblemen helfen! Ist denn das zuviel verlangt? Wem hilft es also etwas wie mich zu lesen, in dem eigentlich nichts steht was irgendwas bedeutet! Seht ihr! Das einzige was ich geschafft hab ist euch ein paar Minuten zu langweilen.
Naja jetzt habt ihr's ja geschafft, ich wünsche euch noch ein angenehmes Leben. Ich werde wohl den Rest meiner Zeit völlig unbeachtet auf irgendwelchen Servern rumliegen. Ein paar Bits und Bytes ohne Sinn und Bedeutung. Wär doch echt kein Verlust gewesen hätte er mich nicht geschrieben.


__________________________
sorry für die überlänge...


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 Betreff des Beitrags: Alfis Geschichte
BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2005, 20:16 
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Joker

Registriert: So 26. Dez 2004, 20:26
Beiträge: 862
?Deckung!?, schrie Sargend Konrad auf als die Granaten explodierten. Die Soldaten krochen im Graben um sich nach Sicherheit umzusehen. ?Wir halten das nicht länger aus!? ,schrie einer der Männer verzweifelt. ?Irgendwie hat er Recht? ,dachte Konrad,
?Dieser Krieg dauert schon zu lange und hat schon so viele Opfer gebracht. Ich war ja noch ganz Jung, gerade erst 15 als es begann. Der 3 Weltkrieg. Basierend auf sozialer Ungerechtigkeit und Macht. Wir haben damals gedacht er würde nicht lang dauern, aber nun sind es schon 15 Jahre voller Terror und Verzweiflung. Meine 3 Brüder sind ja alle schon gefallen, meine Eltern ?Opfer von einer Atombombe. Da kann es einem schon den Verstand kosten ,wenn alle die man geliebt hat tot sind. Ich wurde damals zwangsrekrutiert, auf Geheiß des Kaisers. Ich habe es miterlebt?die Zerstörung der Großstädte ? die Abschaffung der Menschlichkeit ? den Verlust von Freiheit. Alle die anders dachten sind ja schon tot. Alle tot. Eigentlich sind es ja Glückspilze. Jetzt brauchen sie nicht mehr leiden ,nicht mehr das sterben sehen, nicht mehr kämpfen?
Der Kaiser und seine Generäle sind ja weit von der Front entfernt?sie müssen ja nicht das ganze sterben sehen?so lässt es sich viel leichter befehlen wenn du nicht den Männern und Frauen ins Gesicht sehen musst die du in den Tod schickst??
Plötzlich wurde der Sargend von einem Saldaten aus seinen Gedanken gerissen. ?Sir, wir haben gerade erfahren das die 3 Kompanie, die uns zur Hilfe eilen sollte, gnadenlos bis auf den letzten Mann abgeschlachtet wurde! Das waren 30.000 Männer!!? Konrad starrte mit weit aufgerissenen Augen ins leere. Er wusste genau, dass dieser Verlust das Ende dieser Front bedeuten würde. Das war das Todesurteil. Kapitulieren konnte man ja seit 10 Jahren nicht mehr, weil man alle Gefangenen aufgrund der wenigen Nahrungsmittel erschoss.

General Markus saß in einem dunklen Raum und starrte zufrieden auf seinen Holobildschirm.
Vor kurzem hatte ein Angriffskomando eine gesamte Kompanie des Feindes ausgelöscht und damit der Front des Gegners den Todesstoß gegeben. Er wusste genau, dass jetzt Zeit war zu handeln. Markus griff nach seinem Funkgerät und erteilte seinen Leuten den Befehl zum Angriff. Seine Soldaten würden die übliche vorgehensweiße kennen: Keine Gefangenen!
Jetzt musste man nur noch abwarten.

Kugeln sausten am Kopf von Konrad vorbei. Er nahm sein Gewehr und erwiderte das Feuer. Seine Soldaten taten es ihm gleich. Der Sargend begann zu Zählen: 30...29?28?27?
Der Gegner wich trotz der großen Verluste nicht zurück. 18?17?16?15?

Markus saß gebannt vor dem Holobildschirm und verfolgte das geschehen. Am Rechten Teil seines Bildschirms sah er die Daten von den Eigenen Verlusten und denen des Feindes. Beide werte schossen in die Höhe.

10... 9... 8... 7? Konrad sah einen seiner Soldaten nach dem anderen Fallen. Der Gegner war nur noch 5 Meter von ihnen Entfernt.

3?2?1? Konrad drehte sein Gewehr um und richtete es auf seinen Kopf. Er drückte ab.

?.Ein weiterer Soldat war gefallen? Ein weiterer sinnloser toter in einem sinnlosen Krieg?
Ein weiterer Verlust.

_________________
Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!


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BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2005, 11:20 
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Lachsack
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Registriert: Do 18. Nov 2004, 10:29
Beiträge: 319
ich weiß zwar nicht ob ich an dem wettbewerb teilnehmen darf, da ich mich ja nicht zuvor angemeldet hatte, aber ich poste hier jetzt auch mal meine geschichte.


Und keine Polizei sonst sehen sie die kleine nicht wieder, sagten die Entführer noch am Telefon bevor Sie auflegten. Kurz zuvor durfte ich noch ein paar Worte mit ihr wechseln. ?Hilf mir Papa? - hatte sie immer wieder gerufen, ?Hilf mir?. Und dann wieder die raue Stimme die unter Nachdruck verlangte keine Polizei einzuschalten sonst würde ihr etwas schreckliches passieren.
Meine Entscheidung stand fest. Zielstrebig und doch ängstlich ging ich zur Bank. Ich konnte kaum keinen klaren Gedanken fassen.
Ich begab mich an den ersten freien Schalter. Nein ich konnte es nicht es ging einfach nicht ? ich drehte mich herum und wollte wieder hinaus. Doch dann wieder der Gedanke an meine kleine Tochter. Ich holte nochmals tief Luft drehte mich rum ging wieder zwei schritte Richtung Schalter. Mein Puls raste ? ich hatte Angst, und doch ? es musste sein. Vorsichtig zog ich die Waffe, welche ich zuvor in einem Waffenladen gekauft hatte, aus dem Mantel und zielte damit auf die Angestellte. Tränen durchflossen meine Augen. Was tat ich hier nur. Mit zitternder Stimme rief ich ?Achtung überfall? - Ich forderte die Angestellten dazu auf, mir 100.000 ? in meinen Koffer zu füllen. ?Und keine Polizei? schrie ich, ?keine Polizei sonst passiert hier ein Unglück?. Es musste einfach klappen, eine Wahl hatte ich nie gehabt. Eine der Angestellten nahm den Koffer und ging damit zum Tresor. Sie öffnete diesen zusammen mit dem Bankdirektor und begann damit Geld aus dem Tresor in den Koffer zu zählen. ?Schneller? schrie ich ?Schneller? voller Angst erwischt zu werden. Ich zitterte am ganzen Körper. Die Waffe konnte ich kaum festhalten. Der Schweiß perlte von meiner Stirn. Würde es klappen?
Nachdem der Koffer gefüllt war verschloss ich ihn Vorsichtig und rief nochmals ?Keine Polizei? danach floh ich aus der Bank. Vor lauter zittern war es mir fast nicht möglich das Auto zu öffnen. Als es mir endlich gelang warf ich den Koffer auf den Beifahrersitz und raste um die Ecke.
So, der Anfang war getan. Ich atmete Tief durch. Jetzt nur nicht schnappen lassen, sagte ich zu mir, nur keinen Fehler machen.
Ich fuhr zu dem vereinbarten Treffpunkt. Das alte Fabrikgelände am Stadtrand. Weit und breit niemand zu sehen. Ich stellte das Auto ab und stieg aus. Ich schaute immer wieder aufgeregt zur Uhr. Ich war zu früh. 11:50 noch zehn Minuten bis zur vereinbarten Zeit. Immer und immer wieder der Blick zur Uhr. Meine Gedanken schweiften umher. Die Zeit schien stillzustehen. Ich dachte immer wieder an das letzte mal als ich Sie sah. Ich brachte sie in ihr Bettchen und lass ihr noch aus Ihrem Lieblingsbuch vor. Dann gab ich ihr einen gute ?Nacht Kuss und schloss leise die Tür. Am nächsten morgen war sie weg. In Ihrem Bett lag der Zettel der Entführer. 100.000 Euro wollten sie sonst würde ich meine Kleine nie wieder sehen.
Wieder schaute ich auf die Uhr. Noch 6 Minuten. Ich hatte solche Angst um meine Tochter es war schrecklich.
Am anderen Ende des Fabrikgeländes erschien ein roter Mercedes der sich langsam näherte. Wie am Telefon vereinbart hielt er bei der kleinen Fabrikhalle an.
Ich lief mit dem Geldkoffer zum Müllcontainer der sich etwa 200 Meter vor dem Mercedes befand und legte den Koffer, so wie es mir zuvor befohlen wurde auf deren Deckel und ging zurück zu meinem Auto. Ich hatte solche Angst. Angst davor, das meiner kleinen Tochter etwas passiert sein konnte oder passieren könnte. Gleichzeitig wandelte sich die Angst aber auch in Wut. Wut über die Geiselnehmer. Wie kann man einem Menschen so etwas antun.
Ein maskierter Mann stieg aus dem Mercedes aus. Er ging zu dem Geldkoffer öffnete ihn und schaute hinein. Er schloss ihn wieder und ging zurück zum Auto. Er öffnete die hintere Tür des Mercedes und holte meine Tochter, welche gefesselt und geknebelt war, heraus und lief mit ihr in meine Richtung.
Doch plötzlich hörte man Sirenen immer näher kommend. Immer Lauter werdend. Der maskierte Mann stieß meine Tochter zurück ins Auto und knallte die Tür zu. Er selbst stieg vorne ein und startete den Wagen.
Zu Fuß hätte ich den Mercedes nicht erreicht, daher rannte ich zurück zu meine Auto um den Mercedes zu verfolgen. Ich wollte gerade losfahren als die Polizei mein Auto einkeilte und mich damit stoppte.

Ich musste zusehen wie der rote Mercedes davonfuhr.

Heute werde ich nach 5 Jahren haft das Gefängnis verlassen.
Von meiner Tochter gibt es seit diesem Tag noch immer kein Lebenszeichen.
Ich erinnere mich daran wie wenn es gestern gewesen wäre.
Der Verlust schmerzt zu sehr.
Ich werde es nie vergessen

_________________
Alle Rechtschriebfehla die gefünde worde sein durfe behalten bei dem der si vindet.

No risk no fun
Leb dein leben


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BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2005, 17:24 
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Registriert: Do 26. Feb 2004, 17:32
Beiträge: 1483
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eigentlich hatte ich geglaubt, diemal nichts dazu bei zu tragen (aufgrund des themas :wink:), doch dann konnte ich heute nacht nicht schlafen... :P
es ist vielleicht ein bisschen lang geworden und nicht sehr außergewöhnlich oder so, aber immerhin :P



In Erinnerungen schwelgend saß ich am Tisch in der Küche hinter der Bar.
Ganz leise tickte die Uhr an der Wand neben mir in die Furcht einflößende Stille, die mich umgab, hinein.
Ich fröstelte, knöpfte meine Jacke noch etwas weiter zu und stand auf, um zu prüfen, ob der der Heizkörper nun endlich warm geworden war. Fehlanzeige.
Schlurfend kehrte ich zu meinem Platz am Küchentisch zurück und begann zum unzähligsten Male, den Papierstoß vor mir mit raschen Blicken zu überfliegen: Meine Tochter hatte ihre Gedanken und Wünsche zu Papier gebracht.
?Ich wünsche mir eine Katze zum 8ten Geburtstag?, las ich auf einem hübsch verzierten Papierbogen, auf den sie auch eine süße schwarze Katze gezeichnet hatte. ?Einen CD-Player, damit ich endlich CDs anstatt Kassetten abspielen kann?, stand auf einem anderen.
Alle diese über Jahre hinweg gesammelten Zettel glichen einander stark, jedoch hob sich ein einziger deutlich von allen anderen ab.
Er stach vor allem durch seine einfache, plumpe Gestaltung hervor. Kalt und unförmig waren die Worte auf das grau-blaue Papier, welches im Gegensatz zu den anderen irgendwie düster wirkte, gekritzelt. ?Mein sehnlichster Wunsch?, las ich halblaut vor mich hin, ?ist es, einmal im Leben nach Paris zu kommen, bevor ich sterbe.?
Ich las den Satz immer und immer wieder, nochmals und nochmals. Bis mich schließlich die Klingel an der Bar aus meinen Gedanken riss.
?Komme schon!?, rief ich etwas mürrisch und setzte mich in Bewegung. Ein junger Mann in Anzug mit Krawatte und einem schwarzen Aktenkoffer in der Hand, hatte den Weg in mein kleines, bescheidenes Lokal gefunden.
?Schönen guten Tag!?, begrüßte ich ihn freundlich, ?Was möchten Sie denn trinken?? Ich lächelte ihn verzweifelt an, in der Hoffnung, er war wirklich nur gekommen um seinen Durst zu stillen. ?Danke, nichts?, lehnte er murmelnd ab, während er seine kritischen Blicke durch mein Lokal segeln ließ. ??Dann vielleicht etwas zu essen??, bot ich ihm weiterhin freundlich aber drängend an. ?Wir haben Toast und hervorragende Sandwiches und -?
?Sind Sie Frau Trenda??, unterbrach er mich und überprüfte den Namen noch einmal anhand der Akte, die er aus seinem seriösen Koffer hervorgeholt hatte.
?Ja, die bin ich?, antwortete ich zaghaft, Böses ahnend. Nervös nahm ich einen nassen Teller von der Ablage und begann, ihn abzutrocknen.
?Ich habe schlechte Neuigkeiten.?
Mich gegen seine Worte sträubend kniff ich meine Augen zusammen und schickte ein Stoßgebet zum Himmel.
Ich war einfach nicht in der richtigen Verfassung, schlechte Neuigkeiten so ohne wieteres aufnehmen zu können?
?Ihr Vermieter hat sie gekündigt. Sowohl ihr Lokal, als auch Ihre Wohnung im ersten Stock.?
Ich schüttelte gelassen den Kopf. ?Nein?, erklärte ich ihm ruhig, ?Da müssen Sie sich irren. Meine Tochter und ich sind ehrliche und angenehme Untermieter, die außerdem regelmäßig zahlen.?
Der Teller wurde langsam warm in meinen Händen. Ich rieb ihn viel zu heftig und schon viel zu lange ? er war längst trocken und glänzte von meinen Polierfähigkeiten.
?Es tut mir sehr leid, Frau Trenda?, fuhr er gespielt mitfühlend fort, ?aber Sie können einfach nicht weiter unter Vertrag genommen werden. Sie nehmen nichts mehr ein, Ihr Lokal macht nur Verluste??
?Was ist mit meinem Nebenjob als Kellnerin bei der Konkurrenz??, wandte ich rasch ein, ?Damit verdiene ich genug, um weiterhin für die monatliche Miete aufkommen zu können??
Ich sah ihn flehend an.
?Es tut mir wirklich leid, Frau Trenda?, sagte er erneut. Ich rieb den Teller weiterhin angestrengt, während ich nachdachte. Vielleicht war es ja der allerletzte Teller, den ich hier trocken rieb.
?Bis wann müssen wir die Wohnung denn geräumt haben??, fragte ich schließlich.
Der junge Mann seufzte und warf nochmals einen kurzen Blick in seine Unterlagen. ?Es tut mir leid, Frau Trenda??, wiederholte er sich. ?WANN, habe ich gefragt!?, fauchte ich ihn an, da sein falsches Mitgefühl allmählich anfing, mir auf die Nerven zu gehen.
?Morgen schon?, murmelte er kaum hörbar.
Mit einem lauten Klirren fiel der perfekt polierte Teller zu Boden und zersprang in tausend Scherben.
Ich nahm mir nicht einmal die Zeit, leise zu fluchen.
?Morgen????, wiederholte ich ungläubig, ?Wie stellen Sie sich das denn vor?? Ich kann hier nicht einfach über Nacht ausziehen und als Obdachloser durch die Welt irren! Es ist Winter und meine Tochter ist krank?, schilderte ich ihm verzweifelt und salzige Tränen stiegen mir in die Augen.
?Es tut mir so leid?, versuchte er mich wieder zu trösten. Doch dafür hätte er schon wirkungsvollere Worte gebraucht.
?Verschwinden Sie!?, schrie ich wütend, ?Verschwinden sie auf der Stelle aus meinem Lokal!!?
Wortlos stand er auf, nickte mir kaum merklich zu und verließ schnellen Schrittes ?samt Aktenkoffer in der rechten Hand- das Gebäude. Am Liebsten hätte ich ihm meinen Teller hinterher geworfen, um meiner Wut Ausdruck zu machen, doch leider lag dieser kaputt zu meinen Füßen.
?Verdammt!?, begann ich jetzt doch zu fluchen und trat wutentbrannt gegen den Tresen.
Als ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte, überlegte ich scharf, was ich nun tun sollte. Wo sollten meine Tochter und ich denn jetzt hin? Wir hatten kein Geld, um uns für einige Zeit ein Hotel leisten zu können. Meine Eltern und ich lebten im Krieg miteinander ? ich wusste nicht einmal, wo sie derzeit ihren Wohnsitz hatten.
Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und fühlte mich plötzlich sehr einsam. Die Kälte stieg in mir auf und ich begann zu zittern.
Auch wenn ich den Gedanken bis dahin erfolgreich versucht hatte, zu verdrängen, machte er sich jetzt dennoch unaufhaltsam in meinem Kopf breit: Der Gedanke an den einzig möglichen Ausweg.
?Julia??, rief ich schon von der Treppe aus, als ich auf dem Weg nach oben war. ?Wo bist du, Süße??
Vor ihrem Zimmer angekommen, öffnete ich vorsichtig die Tür. Ich fand meine Tochter lesend am Schreibtisch sitzend vor, in mehrere Decken gewickelt und mit Kopfhörern im Ohr.
Ich betrachtete sie einen Moment lang, und fragte mich, ob das, was ich vorhatte, wirklich richtig war. Doch was auch immer mein Gewissen mir einreden wollte ? so wusste mein rationaler Verstand doch, dass ich keine andere Wahl hatte.
I had no options left again, dachte ich noch, bevor ich auf sie zuging und ihr behutsam auf die Schulter tippte. Sie drehte sich um und nahm die Hörer ab. ?Oh, hallo Mum. Hab dich gar nicht kommen hören?Die Musik, weißt du? ?Und dieses spannende Buch! Das ist echt gut. Es handelt von einer junge Frau, die -?
?Pack deine Sachen zusammen?, unterbrach ich sie.
?Was??, fragte sie verwirrt und aus dem Konzept gebracht.
?Ich sagte, du sollst deine Sachen packen.
Wir fahren nach Paris.?

_________________
Nur weil jemand paranoid ist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter ihm her sind.


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BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2005, 22:13 
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Papa Schlumpf
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Nur ein Spiel....

Richard nimmt den letzten Schluck aus seinem Glas und sieht Angela fragend an.
Beide sitzen in einem kleinem Lokal nahe des Spielkasinos von Monte Carlo.
In etwa 40 Minuten fährt der Reisebus weiter, und vielleicht wird Richard nie mehr hierher kommen.
Die Zeit drängt. Er war noch nie in einem Spielkasino, und er würde nur all zu gern hier einmal sein Glück versuchen.
?Ach, Angela, nur mal 20 Minuten?? Sein Blick hängt bettelnd an ihr.
?Nein, kommt nicht in Frage, wir haben sowieso kein Geld mehr übrig!?

?Ach lass? mich doch wenigstens mal reingucken und es nur einmal probieren. Nur ein Spiel, ich versprech?s dir!
Ich verplemper? doch nicht unser letztes Geld! Aber das wär? doch toll, wenn ich zu Hause erzählen könnte, einmal in Monte Carlo gespielt zu haben!?
Schließlich gibt Angela nach.
?Aber nur 20 Minuten, hörst du? Sonst fahren wir ohne dich!?

Richard erhebt sich schnell und geht an den Carabinieri der Kasinowache vorbei. Kurz darauf steht er vor dem grünen Tuch mit dem Roulette. Er legt seinen 5-Euro-Cheton auf die dreizehn. Die Kugel klappert, und Sekunden später ist er um 175 Euro reicher. Er vertraut auf das Schicksal, und beläßt die den Gewinn, wo er ist.
Der Kessel dreht sich erneut, wieder springt die Kugel auf die dreizehn. Richard greift freudestrahlend nach den über 6000 Euro, die ihm der Croupier hinschiebt.

Er verteilt seinen Einsatz, ein 17-facher Gewinn winkt ihm ? wenn ihm das Glück hold ist...
Und es ist im hold. Und schenkt ihm 100000 Euro.
Erneut läßt er den Haufen stehen. Die Kugel klappert. Für einem Moment dreht sich um in alles.
Seine Hände umkrampfen die Tischkante.
Nicht zu glauben! Wieder gewonnen. Ein Haufen von fast zwei Millionen Euro liegt jetzt vor ihm.

Wird er die Bank sprengen? Bankier und Croupier werfen sich einen Blick zu.
?Mesdames et Messieurs! Faites votre jeux! - meine Damen, meine Herren, machen Sie ihr Spiel!?

Die Spieler am Tisch starren jetzt auf Richard, auf jede seine Bewegungen.
Der beschließt das Glück nicht mehr so herauszufordern. Nur noch einmal dieselbe Summe dazu, das würde reichen, und er aufhören. Zielbewußt schiebt er den gesamten Gewinn auf ?Unpair?. Er senkt den Kopf, schaut gar nicht hin.

?13.Unpair?. Schon wieder die dreizehn. Vier Millionen. Richard traut sich kaum noch zu rühren.

Da draußen warten sie auf ihn, er hat?s doch Angela versprochen... Ein, nur ein einziges Spiel noch, nur eines!

Noch mal ?Unpair?? Er zögert. Zu allerletzt häuft er alles auf ?Pair?.
Die Kugel springt, touchiert die Kanten, scheinbar zögernd, bis sie endlich in ein Nummernfach fällt.

?7.Unpair?. Verflixte Sieben, denkt Richard sich noch, schon zieht der Croupier unbarmherzig alles an sich.

Richard erhebt sich, schließt seinen Sakko, rückt seine Krawatte zurecht und macht sich auf den Rückweg.

Der Bus steht noch da. Sie haben also doch gewartet. Er nimmt neben Angela Platz.
?Und?, meint Angela, ?wie war?s denn? Hast du verloren??


?Ja?, Richard nickt. ?Fünf Euro.?

_________________
Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich. Joachim Ringelnatz
........................
Lerne zuhören, und Du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden. Platon

Gute Freundin: petri2
Tochter: Sinsiria
Schwestern: Catty moplue
Kinder: Animal-Fan Firen realmutze
Enkel: Denknach Engelfeuer Hellscorpion Kel Mary Waldfrucht

Pfandflaschenrückgabeautomatensystemtechniker


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BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2005, 23:06 
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Lucifer's Angel
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Registriert: So 23. Mai 2004, 13:56
Beiträge: 6587
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Hehe fand das irgendwie blöd, troubi hat fast die selbe geschichte wie ich... also hab ich meine eben umgeschrieben. Dafür ist sie jetzt scheisse :mrgreen:
Aber nja, wenn ihr meint ihr müsst euch das antun... bitte schön:

?Deine Hand liegt gerade in meiner. Hmmm,... wannn hast du sie wohl das letzte mal gehalten? Es muss auf alle Fälle schon ewig her sein. Aber damals waren deine Hände nicht so kalt und schweisig wie jetzt. Ist auch kein Wunder. Lagst ja auch nicht im Krankenhaus.
...Der Typ, der dich angefahren hat war vorhin da, er macht sich grosse Sorgen, genau wie ich. Aber dir geht es so schlecht, dass du das alles wohl nicht mitbekommst, hoffentlich bessert sich dein Zustand noch. Ich könnte nicht ohne dich leben, ich liebe dich schliesslich.?

Die Tür ging auf und ein älterer Mann in einem weissen Kittel trat in das Zimmer. ?Gehen Sie nach Hause Miss, ruhen Sie sich aus und kommen am besten morgen wieder? sagte er saft zu dem blonden Mädchen das neben dem Krankenbett ihres Freundes sass. Sie nickte nur, küsste den Jungen auf die Stirn und verliess das Zimmer.

Am Morgen um 6 Uhr stand sie bereits wieder vor den Toren des Krankenhauses.
?Wie geht es Joel?? fragte sie gleich als erstes, als sie den Arzt erblickte. ?Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, aber er braucht viel ruhe. Und nun lassen Sie mich bitte durch Miss, wir haben gerade einen Notfall!? antwortete der Doktor kurz abgebunden und rauschte, sichtlich in Eile, an dem Mädchen vorbei. ?Warten Sie!? rief sie ihm noch nach, aber der Mann drehte sich nicht um. ?FUCK!?
Schnurstracks marschierte sie zu Joels Zimmer, aus dem gerade eine Krankenschwester kam. Das Mädchen stürmte an ihr vorbei ins Zimmer. ?Miss! Sie können da nicht einfach rein!? protestierte die Schwester.
?Melina?, keuchte Joel müde hervor. Seine Stimme wurde von dem ständigen Piepsen der Maschinen übertönt, doch das Mädchen hat es genau gehört.
?Miss, kommen Sie, er braucht Ruhe, er hat gerade eine Operation hinter sich. Kommen Sie...? sagte die Schwester freundlich und zog Melina aus dem Zimmer. ?Keine Angst Joel, ich bleibe da, ich lass dich nicht allein!? rief das Mädchen verzweifelt und versuchte sich dem Griff der Krankenschwester zu entwinden, aber diese verstärkte den Griff nur. ?Kommen Sie...bitte Miss.? Die Schwester führte Melina aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
?Wieso lassen Sie mich nicht zu ihm?? fragte das blonde Mädchen völlig perplex. ?Beruhigen Sie sich Miss, am besten Sie trinken erst einmal einen Kaffe in der Cafeteria...

Der Arzt, der vorhin keine Zeit gehabt hatte, trat zu Melina an den Tisch, die gerade ihren fünften Kaffe trank. Die Miene des Mannes verhiess nichts gutes. ?Es, ähm, tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen, aber Mr. Joel Simmens ist vor 5 Minuten von uns gegangen. Mein Beileid.? Melina liess die Kaffeetasse fallen. Klirrend knallte sie auf dem Tisch auf und zerbarst ihn Scherben. Der heisse Kaffee lief über den ganzen Tisch und über Melinas Jeans. Doch sie zuckte weder zusammen noch keuchte sie auf. Sie blieb einfach ohne Reaktion, wie erstarrt, sitzen. Nur eine Träne kullerte langsam ihre Wangen hinunter. Sie hatte ihn tatsächlich verloren, obwohl sie die ganze Woche gehofft hatte, dass es nicht so weit komen würde. Und nun doch...
?Joel.? Wimmerte sie. Ihre Lippen zitterten. Das Mädchen stand abrupt auf: ?Sie Schwein!? fauchte Melina den Arzt an. ?Sie hätten sich besser um Joel kümmern sollen, statt hier blöd rumzuwuseln!!!? Der Mann sah sie erschrocken an. ?Miss, beruhigen Sie sich. Es gab keine Anzeichen für Lebensgefahr. Und wir haben alles getan was in unserer Macht stand.? ?Kein Anzeichen? Und warum ist er dann tot?! Und das Bisschen was sie getan haben war nicht genug verdammt noch mal!!!? schluchzend sank Melina auf ihren Stuhl zurück.
Sie hatte ihn verloren, ihren Joel...


Öhm jo^^ ende *g* alles wieder aufwachen! ;-) :wink:

_________________
Können Männer schwimmen?
Einerseits ja, weil sie hohl sind.
Andererseits nein, weil sie nicht ganz dicht sind

(\_/)
(O.o)
(> <) This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world
domination.

knusper knusper knasa, wer knäckt an meinem vasa?


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BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2005, 11:47 
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zähne-pützchen-mod
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Registriert: Mo 29. Mär 2004, 23:53
Beiträge: 3840
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Merkt man eigentlich, ob eine Geschichte nachts oder tagsüber geschrieben worden ist? Wenn ja, dann müsste man ja jede Geschichte 2 mal lesen oder eben zur entsprechenden Tages bzw Nachtzeit. Und wenn das so ist, wäre dann der ?falsche? Zeitpunkt verlorene Zeit? Es gibt Inhalte, Gegenden und Menschen die man durch vergangene Zeit oder prägenden Erlebnissen mit anderen Augen sieht. Meist ?gewinnen? wir durch den Verlust der kindlichen Naivität, die Sichtweise des so genannten Erwachsenen. Schon komisch, dass Verlust und ein damit umgehen können, Entwicklung bedeutet.
Und wie sieht es mit unserer Zeit aus? Wir müssen uns doch schon quälen einfach so mal nichts zu tun, ohne gleich nach Gründen zu suchen um unser Gewissen zu beruhigen. Wir sollen funktionieren, wie ein Zahnrad in einem Uhrwerk und wehe es kommt etwas unvorhersehbares dazwischen. Selbst ein Lebenskünstler, der sich davon lossagt braucht dieses Uhrwerk, wie sonst sollte er seine Lebensphilosophie definieren? Ich frage mich gerade, ob man kurz vor seinem Tod, sein Leben nach den Verlusten wertet oder nach den Gewinnen... oder doch einer Mischung aus beidem?
Die Dame neben mir fängt sich an zu regen und will mir was sagen. Ich stehe auf und halte mein Ohr dicht an ihrem Mund. Sie will was trinken. Sie selbst ist durch das Alter gezeichnet und kann sich kaum mehr bewegen. Die alten Knochen werden nur noch von der müden Muskulatur gehalten, die jede Bewegung schmerzen lässt. Ich reiche ihr das Glas Wasser zusammen mit der Tablette aus ihrem Nachtisch. Selbst das trinken fällt ihr schwer und so halte ich ihr das Glas an den Mund. Mit langsamen, ryhtmischen Schlucken, trinkt sie das Glas aus - eines der wenigen Dinge, die uns keiner abnehmen kann. Ihr dankendes Lächeln zaubert mir Freude ins Gesicht und ich widme mich wieder meiner Frau und unseren Neugeborenem im Nebenbett. Der kleine Racker, gemütlich eingewickelt in diversen Lagen von Tüchern, saugt gerade an der an der Mutterbrust die Milch des Lebens und ist rundum zufrieden? die mütterliche Wärme gibt ihm Geborgenheit und er fällt zufrieden in den Schlaf ? genau wie die Dame neben mir, nur tritt sie eine andere Reise an.

_________________
Hoher Sinn liegt oft im kindischem Spiel.
Friedrich Schiller, dt. Dichter, 1759-1805


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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2005, 16:45 
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Moderatorenengel
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Ich kann mich konnte mich kaum entscheiden.
Denknachs, Troubadixs, Chillys, schuhm4s, aber auch Grimmis Texte ich gut.
Dennoch habe ich mich für Troubadix entschieden,
da seine Geschichte doch sehr außergewöhnlich wahr.


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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2005, 17:58 
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Kind Aenarions
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dürfen die autoren auch abstimmen (außer für sich selbst natürlich)??

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17% aller Amokläufer spielen Counter-Strike.
100% aller Amokläufer essen Brot.

VERBIETET DAS BROT!!


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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2005, 18:29 
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Spaßbombe
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Beiträge: 6284
Wohnort: ::1/128
wenn ja: ZU SPÄT

ich hab natürlich für die geschichte gestimmt die ich am besten finde, und das war ausnahmsweise mal nicht meine...

_________________
Achtung diese Nachricht kann Spuren von Haselnüßen beinhalten.

Mitglied im Verein gegen rosa Polohemden


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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2005, 18:34 
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Foren-Hütehund
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Beiträge: 8779
Wohnort: Niedersachsen Richtung Harz
Sind wirklich toll geworden eure Geschichten. Und sehr verschieden. Ich hab mich auch entschieden und abgestimmt, aber es war nicht leicht

_________________
Ein Hund der bellt ist mehr wert als ein Mensch der lügt

Lieber Schloßhund von Engelfeuer
Bruder im Geiste: MarkV
kleiner lustiger Bruder: Soref
Schwestern: moplü & catty
guter Freund: Reinhard


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