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 Betreff des Beitrags: Sieg der Walfangnationen
BeitragVerfasst: Di 20. Jun 2006, 09:30 
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Clown
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Registriert: Do 2. Feb 2006, 14:38
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Entnommem aus der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblatt:

"Schwarzer Tag" für Walschützer
Jagd: Japan gewinnt bei IWC-Konferenz erstmals wichtige Abstimmung. Die Meeressäuger sollen wieder gefangen werden dürfen. Noch gilt das Verbot.

St. Kitts -Erstmals seit dem Fangstopp im Jahr 1986 will eine Mehrheit der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) die kommerzielle Jagd auf die Meeresriesen wieder aufnehmen. Sie beschloß während der IWC-Jahrestagung auf der Karibik-Insel St. Kitts eine Deklaration, die eine "ordnungsgemäße Entwicklung der Walfang-Industrie" fordert. "Japan und seine Freunde zwingen die anderen IWC-Mitglieder, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen und zu überlegen, wie der Walfang wieder aufgenommen werden kann", sagt die Hamburger Meeresbiologin Petra Deimer dem Hamburger Abendblatt.

Deimer, die als Mitglied der wissenschaftlichen Delegation Deutschlands seit vielen Jahren an der Konferenz teilnimmt, geht davon aus, daß schon bald über Fangquoten für die kommerzielle Jagd verhandelt werden wird. Doch für viele Walarten sei nicht einmal klar, wie viele Tiere überhaupt noch die Weltmeere durchkreuzen. Dennoch würden schon heute trotz des Walfangstopps Tausende Wale getötet, "im Vorjahr waren es mehr als 2600".

Die sanften Riesen werden von drei Ländern bejagt: Japan und Island nutzen ein Schlupfloch des internationalen Fangverbots, das den Fang zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Norwegen legte fristgerecht Widerspruch gegen das Moratorium ein und darf deshalb weiter jagen.

Auf der bis einschließlich heute laufenden IWC-Konferenz wird das Moratorium von 1986 nicht fallen. Denn dazu brauchen die Walfänger eine Dreiviertelmehrheit. Diese ist nicht in Sicht, schließlich wurde die Deklaration mit 33 zu 32 Stimmen beschlossen. Dennoch birgt sie aus Sicht der Walschützer die Gefahr, daß sich die IWC ähnlich wie in der Fischerei künftig nur noch um Fangquoten kümmert und nicht auch um den umfassenden Schutz der Meeressäuger, also um Fragen, wie zum Beispiel die Todesrate in Fischernetzen gesenkt werden kann. In ihnen verenden jedes Jahr geschätzte 300 000 Wale und Delphine.

"Im Laufe der Jahre haben wir viele Resolutionen gegen den unter dem Deckmantel der Wissenschaft betriebenen Walfang Japans verabschiedet. Das Land fühlte sich nicht daran gebunden. Jetzt trägt es den neuen Beschluß vor sich her und fordert, die Walfang-Kommission möge zur Normalität zurückkehren", beschreibt Deimer die Stimmung. Normalität heiße: ein nachhaltiges Management vom Walfang, um die "Meeres-Ressource" nicht überzustrapazieren.

Die Deklaration betont, der Walfang unterstütze die wirtschaftliche Entwicklung von Küstengemeinden, diene der Armutsbekämpfung. Von einigen Arten gebe es genügend große Bestände, um sie zu bejagen. "Es gibt keinen einzigen Bestand, der nachhaltig bejagt werden kann", kontert Walexpertin Deimer. Selbst bei den Zwergwalen der Antarktis, von denen es gut 760 000 Exemplare geben soll, sei die Schätzung ungenau. Eine Jagd sei nicht zu vertreten, zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem Japan sie betreibt - in der Saison 2005/6 erlegte die Fangflotte gut 800 Zwergwale. Auch das japanische Argument, Wale fräßen den Menschen die Fische weg, sei wissenschaftlich längst widerlegt. Auf die antarktischen Zwergwale paßt es schon garnicht, die fressen Krill.

Weiteres Unheil droht den Walen auf der nächsten IWC-Konferenz 2007 in den USA. Dann steht die Fünf-Jahres-Quote für die Jagd auf Grönlandwale - etwa 50 Tiere pro Jahr - durch Küstenbewohner Alaskas auf dem Programm. Deimer befürchtet einen Kuhhandel zwischen Japan und der Walschutz-Nation USA.

Solche Gefälligkeiten sind nichts Neues: Seit Jahren werfen Walschützer Japan vor, das Land kaufe Stimmen, indem es Entwicklungsländer Finanzhilfen verspreche und sie "anregt", der IWC beizutreten und für Japan zu stimmen. "Die Scheckbuch-Diplomatie scheint erfolgreich zu sein", sagt Ralf Sonntag vom Internationalen Tierschutz-Fonds IFAW. "Die wertvolle Arbeit zum Erhalt der sanften Riesen darf nicht zunichte gemacht werden."


Noch ist das Verbot nicht gekippt, aber das wird wohl nicht mehr lange dauern...Gerade die Argumente der Walfangnationen sind reiner Hohn...Das ist alles nur reine Profit-Gier.....

_________________
Anarchisten habens schwer.... :( :(
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