nach neuen erkenntnissen war der erschossene brasilianer keinswegs so auffällig bzw. verdächtig aufgetreten wie bisher von der polizei immer behauptet:
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Nach Recherchen der britische Sonntagszeitung "The Observer" hat sich der Vorfall jedoch ganz anders zugetragen: Demzufolge bewegte sich der angeblich so verdächtige Brasilianer keineswegs in panischer Eile durch die U-Bahn und übersprang auch kein Drehkreuz, als wäre er auf der Flucht. Stattdessen habe Menezes ein normales Dauerticket benutzt, um die U-Bahn zu betreten. Augenzeugen hätten ihn vermutlich mit einem der Fahnder verwechselt, die dem jungen Mann zu diesem Zeitpunkt hinterhergelaufen seien.
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Entgegen ersten Darstellungen trug Menezes nach Informationen der Zeitung keine dicke Jacke, die ihn in der Sommerhitze verdächtig gemacht haben könnte. Stattdessen sei der als "Jim" bekannte Brasilianer mit einer gewöhnlichen "Denim"-Jacke bekleidet gewesen. Es habe weder eine Aufforderung der Beamten an Menezes gegeben, stehen zu bleiben, noch hätten sich die in Zivil gekleideten Fahnder ausreichend zu erkennen gegeben. Stattdessen sei nur gerufen worden: "Auf den Boden!" Augenzeugen zufolge habe der Brasilianer einen verwirrten Eindruck gemacht, bevor er überwältigt und erschossen worden sei. Menezes war erst zwei Wochen vor seinem Tod von einer Jugendbande angegriffen worden.
unter diesen umständen kann ich absolut kein verständnis für die handlungen der polizisten mehr aufbringen.
quelle: spiegel online